LEINACH

Claus-Schnabel-Straße wieder frei

Nach Abschluss der Sanierung soll in der Claus-Schnabel-Straße in Leinach durch versetzt angeordnete Parkflächen der Verkehr beruhigt werden. Vertreter von Landratsamt und Staatlichem Bauamt legten mit Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) die betreffenden Stellen fest. Foto: Herbert Ehehalt

Bedenkliche Blicke richteten die Anwohner der Claus-Schnabel-Straße beinahe über Jahrzehnte hinweg bei drohenden Starkregenereignissen auf die aufziehenden düsteren Wolken. Schon der erste Abschnitt des Ausbaus in den Jahren 2010/2011 brachte durch die Aufdimensionierung der Kanalisation eine deutliche Entspannung.

Vor allem bei heftigen Gewittern wurden häufig Keller überflutet, aber spätestens mit dem nun erfolgten Abschluss des zweiten Bauabschnitts ist dies endgültig Geschichte.

Mit der Sanierung, die in Kooperation mit Landratsamt und Staatlichem Bauamt durchgeführt wurde, ging auch einher der Bau von Gehwegen von der Ortsmitte des oberen Leinach bis zum Sportgelände der Spielvereinigung am Ortseingang.

Es schien zunächst äußerst schwierig, doch bei der Sanierung der Claus-Schnabel-Straße wurden sowohl die Belange der Anwohner, des weiteren Umfeldes sowie der innerörtlichen fußläufigen Verbindungen und des fließenden Verkehrs erfolgreich eingebunden.

Beidseitig Schrammborde

In beiden Bauabschnitten wurde die Fahrbahnbreite auf sechs Meter reduziert. Dies ermöglichte den beidseitigen Einbau von Schrammborden und die Schaffung von Gehwegen. Voraussetzung war vor allem im zweiten Bauabschnitt, dass die unmittelbaren Anlieger bereit waren, Flächen abzutreten.

Deutlich entspannt wurde die Abflusssituation im Kanal durch die Aufweitung und Verbesserung der Einleitungspunkte der Nebenstraßen. Darüber hinaus wurden die Trinkwasserleitung und die Hausanschlüsse erneuert. Zu den Kosten des ersten Bauabschnitts von rund 350 000 Euro verbuchte die Gemeinde Leinach etwa 80 000 Euro an Zuschüssen.

Der zweite Bauabschnitt wurde im Vorjahr mit Beginn der Sommerferien in Angriff genommen. Dafür musste die Staatsstraße voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Allerdings setzten sich viele Verkehrsteilnehmer fast ein Jahr lang ohne Rücksicht über diese verkehrsrechtliche Anordnung hinweg und wählten die waghalsigsten Abkürzungen, um die Umleitung zu umgehen.

Inklusive der Umstellung auf eine moderne Straßenbeleuchtung in LED-Technik für 10 000 Euro verursachte die Entsorgung von kontaminiertem Aushubmaterial für diesen Bereich unvorhersehbare Kosten von rund 100 000 Euro. Deshalb dauerte der zweite Sanierungsabschnitt länger als geplant und wurde auch teurer.

Hierfür waren Kosten von rund 570 000 Euro zu verzeichnen, an Zuschüssen gab es über 175 000 Euro.

Fließenden Verkehr verlangsamen

In der als Staatsstraße 2310 ausgewiesenen, stark frequentierten Claus-Schnabel-Straße sollen versetzt angeordnete Parkflächen dafür sorgen, den fließenden Verkehr zu verlangsamen.

Zum Abschluss des gesamten Vorhabens wurden dieser Tage unter Beteiligung der Vertreter von Landratsamt und Staatlichem Bauamt die Parkflächen festgelegt.

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