Würzburg/Schweinfurt

Corona: Die Lage in Unterfranken am Donnerstagabend

46 729 (+271) bestätigte Corona-Fälle gibt es in Bayern seit Beginn der Krise (Stand Donnerstag), 2438 (+34) Menschen sind am Coronavirus gestorben. Für Unterfranken meldet das Robert-Koch-Institut 3429 Infizierte (+18) und 185 Todesopfer. Wo es bestätigte Fälle gibt und was Sie wissen müssen.
Die Mai-Sonne genießen im Straßencafe in Würzburg: Unter Einhaltung aller Regeln ist das wieder möglich. 
Die Mai-Sonne genießen im Straßencafe in Würzburg: Unter Einhaltung aller Regeln ist das wieder möglich.  Foto: Heiko Becker

Seit Wochen veröffentlicht die Redaktion an dieser Stelle die aktuelle Gesamtzahl von Corona-Infektionen in Unterfranken. Inzwischen ist aber ein Großteil der Betroffenen glücklicherweise wieder genesen. Daher konzentrieren wir uns nun auf einen aussagekräftigeren Wert: die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen in einem bestimmten Landkreis oder einer kreisfreien Stadt pro 100 000 Einwohner.

Bundesweit gilt: Liegt dieser Wert über 50 müssen die Gesundheitsbehörden reagieren und in dem betroffenen Gebiet Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen – auch in Form von lokalen Beschränkungen. Unsere Quelle bleibt dabei das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Die Gesamtzahl der Infektionen finden Sie aber weiterhin täglich aktualisiert hier. Bayern hat inzwischen seinen Grenzwert verschärft und auf 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesetzt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mitteilte.

Zehn Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Schweinfurt

Die meisten Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen in Unterfranken pro 100 000 Einwohner gibt es im Landkreis Aschaffenburg, der mit einer Inzidenz von 4,0 weiter an der Spitze steht. Der Wert für den Landkreis Rhön-Grabfeld liegt unverändert bei 3,8 (Stand Donnerstag). Darauf folgen der Landkreis Schweinfurt mit 3,5, der Landkreis Haßberge mit 2,4 und die Stadt Schweinfurt mit 1,9. Im Landkreis Kitzingen liegt der Wert unverändert bei 1,1, in Bad Kissingen bei 1,0 und in der Stadt Würzburg bei 0,8. Sowohl in der Stadt Aschaffenburg als auch in den Landkreisen Miltenberg, Main-Spessart und Würzburg gab es in den letzten sieben Tagen laut RKI keine Neuinfektionen.

In Unterfranken haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) 3429 (+18) Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: Donnerstag, 28. Mai). Die meisten Infizierten in der Region gibt es mit 875 (+1) nach wie vor in Stadt und Landkreis Würzburg. Für Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind 647 (+5) Fälle bestätigt, für Stadt und Landkreis Schweinfurt 676 (+10), für die Landkreise Miltenberg 288 (+0), Haßberge 157 (+2), Main-Spessart 151 (+0), Kitzingen 189 (+0), Rhön-Grabfeld 192 (+0) und Bad Kissingen 254 (+0).

Im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg liegt die Zahl der gemeldeten Infektionen bei 396 (+0). 10 Menschen sind dort an den Folgen des Coronavirus gestorben. Für den Main-Tauber-Kreis liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 2,3.

35 Corona-Erkrankte im Krankenhaus

Der Regierung von Unterfranken zufolge befinden sich derzeit 35 Personen in stationärer Behandlung, 10 davon auf der Intensivstation. 257 Personen, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten, stehen unter Quarantäne (Stand: Donnerstag, 28. Mai).

Insgesamt 185 (+1) Menschen sind laut RKI in Unterfranken bislang an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben: 59 in Stadt und Landkreis Würzburg, 38 in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, 43 in Stadt und Landkreis Schweinfurt, 5 im Landkreis Miltenberg, 6 im Landkreis Haßberge, 6 im Landkreis Main-Spessart, 3 im Landkreis Kitzingen, 6 im Landkreis Rhön-Grabfeld, 19 im Landkreis Bad Kissingen.

Die Zahlen des RKI unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten  von denen der Regierung von Unterfranken. Um Verwirrungen vorzubeugen, richtet sich diese Redaktion nach den Zahlen des RKI.

Die Karte mit den bestätigten Coronafällen in Unterfranken und im Main-Tauber-Kreis wird laufend aktualisiert:

Bayernweit zählt das RKI am Dienstag 46 729 (+271) Infizierte, darunter etwa 42 400 (+300) Genesene und 2438 (+34) Tote. 

Aus ganz Deutschland wurden 179 717 (+353) Corona-Fälle an das RKI gemeldet sowie 8411 (+62) Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen. 163 200 (+400) Menschen, so schätzte das RKI am Montagabend, sind bereits genesen.

ZF will tausende Stelle abbauen

Wegen der Corona-Krise will der Automobilzulieferer ZF mehrere tausend Stellen abbauen. Weltweit sollen bis zu 15 000 Arbeitsplätze abgebaut werden, rund die Hälfte davon in Deutschland. Wie von ZF in Schweinfurt zu erfahren war, werden sich dort wie in den anderen Werken in Deutschland die Verantwortlichen so bald wie möglich mit Betriebsrat und Gewerkschaft zusammensetzen, um über die Vorgaben zu beraten.

Trotz Lockerungen: Gastronomiebetrieb rentiert sich nicht

Seit dem 18. Mai dürfen Gastronomen in Bayern unter Auflagen wieder ihre Lokale öffnen - zunächst draußen, seit dieser Woche auch wieder innen. Dass dies jedoch keinen wirklichen Lichtblick für die Betriebe bedeutete, zeigt eine aktuelle Erhebung des Deutscher Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. Viele Betriebe kämpfen weiterhin mit finanziellen Problemen, auch in Unterfranken.  Die coronabedingten Umsatzeinbußen seit dem 1. März treffen die Gastronomen schwer, durchschnittlich verzeichnen sie der Dehoga zufolge Umsatzverluste in Höhe von 80 Prozent.

Corona-Massentests in bayerischen Schlachtbetrieben

Bei großen Unternehmen in der Fleischindustrie wurden in den vergangenen Wochen viele Corona-Infektionen nachgewiesen. Verantwortlich gemacht werden für die Häufung der Infektionen in einigen Betrieben vor allem die äußeren Rahmenbedingungen, unter denen viele ausländische Werkvertragsarbeiter in den Schlachthöfen und der Fleischverarbeitung beschäftigt sind. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat daraufhin Mitte Mai Tests in allen bayerischen Schlachthöfen angeordnet. Auch in einem Bad Neustädter Schlachthof wurden jetzt Tests durchgeführt.

Gehen in Bayern die Blutkonserven aus?

In einigen Bundesländern gehen die Blutkonserven zur Neige, denn wegen der Corona-Pandemie spenden weniger Menschen Blut. Auf Grund der Pandemie seien etliche Blutspendetermine ausgefallen, sagt Patric Nohe vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes. Auch die Angst davor, sich mit Corona zu infizieren und an Covid-19 zu erkranken, habe viele Personen davon abgehalten, Blut zu spenden. Ob es auch in Bayern an Blutkonserven mangelt, lesen Sie hier.

Saisonarbeit in Corona-Zeiten

Ob für die Spargel- oder Erdbeerernte, ausländische Saisonarbeiter in der Landwirtschaft zu beschäftigen, ist in Deutschland gang und gäbe. Auch in der Region kommen häufig Arbeitskräfte aus dem Ausland zum Einsatz. Doch was bedeutet die Corona-Pandemie für Arbeiter und Betriebe? Wie sehen die Unterkünfte aus und welche Regeln gelten?

Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch! – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

Bürgertelefone: 

  • Würzburg (0931/ 8003-5100)
  • Schweinfurt (09721/55-745)
  • Kitzingen (09321/928-1111)
  • Bad Kissingen (0971/7165-0)
  • Main-Spessart (09353/793-1490)
  • Haßberge (09521/27-600)
  • Rhön-Grabfeld (09771/94800)
  • Miltenberg (0 93 71/501-523)
  • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
  • Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): www.116117.de

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