Würzburg/Schweinfurt

Corona: Die Lage in Unterfranken am Donnerstagmorgen

47 209 bestätigte Corona-Fälle gibt es in Bayern seit Beginn der Krise (Stand Donnerstag), 2479 Menschen sind am Coronavirus gestorben. Für Unterfranken meldet das Robert-Koch-Institut 3470 Infizierte und 187 Todesopfer. Wo es bestätigte Fälle gibt und was Sie wissen müssen.
Für viele Künstler in der Region ist die Lage existenzbedrohend. Der Künstler Jaroslav Drazil, hier im April in seinem Atelier in der Posthalle in Würzburg, bleibt dennoch zuversichtlich. Für 2021 hat er eine Zusage für eine prominente Ausstellung in Würzburg.
Für viele Künstler in der Region ist die Lage existenzbedrohend. Der Künstler Jaroslav Drazil, hier im April in seinem Atelier in der Posthalle in Würzburg, bleibt dennoch zuversichtlich. Für 2021 hat er eine Zusage für eine prominente Ausstellung in Würzburg. Foto: Daniel Peter

Seit Wochen veröffentlicht die Redaktion an dieser Stelle die aktuelle Gesamtzahl von Corona-Infektionen in Unterfranken. Inzwischen ist aber ein Großteil der Betroffenen glücklicherweise wieder genesen. Daher konzentrieren wir uns nun auf einen aussagekräftigeren Wert: die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen in einem bestimmten Landkreis oder einer kreisfreien Stadt pro 100 000 Einwohner.

Bundesweit gilt: Liegt dieser Wert über 50 müssen die Gesundheitsbehörden reagieren und in dem betroffenen Gebiet Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen – auch in Form von lokalen Beschränkungen. Bayern hat inzwischen seinen Grenzwert verschärft und auf 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesetzt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mitteilte.

Unsere Quelle für die Zahlen bleibt das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Die Gesamtzahl der Infektionen finden Sie aber weiterhin täglich aktualisiert hier.

Sieben Neuinfektionen in Unterfranken

Die meisten Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen in Unterfranken pro 100 000 Einwohner gibt es nach wie vor im Landkreis Schweinfurt, der mit einer auf 7,8 angestiegenen Inzidenz immer noch an der Spitze liegt. Darauf folgen der Landkreis Miltenberg mit 4,7, der Landkreis Main-Spessart mit 4,0, der Landkreis Bad Kissingen mit 3,9 und die Stadt Schweinfurt mit 3,7. Im Landkreis Haßberge liegt die Inzidenz bei 3,5, Im Landkreis Aschaffenburg bei 1,7, im Landkreis Rhön-Grabfeld 1,3 und im Landkreis Würzburg bei 1,2. Im Landkreis Kitzingen ist der Wert auf 1,1 gesunken, in der Stadt Würzburg liegt er weiter bei o,8. Den niedrigsten Wert mit 0,0 hat nach wie vor die Stadt Aschaffenburg. Hier gab es laut RKI in den letzten sieben Tagen keine Neuinfektionen.

In Unterfranken haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) 3470 (+7) Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: Donnerstag, 4. Juni). Die meisten Infizierten in der Region gibt es mit 878 (+1) nach wie vor in Stadt und Landkreis Würzburg. Für Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind 650 (+2) Fälle bestätigt, für Stadt und Landkreis Schweinfurt 690 (+2), für die Landkreise Miltenberg 294 (+0), Haßberge 160 (+0), Main-Spessart 156 (+1), Kitzingen 191 (+0), Rhön-Grabfeld 193 (+0) und Bad Kissingen 258 (+1).

Im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg liegt die Zahl der gemeldeten Infektionen bei 397 (+0). 10 Menschen sind dort an den Folgen des Coronavirus gestorben. Für den Main-Tauber-Kreis liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unverändert bei 0,8.

41 Corona-Erkrankte im Krankenhaus

Der Regierung von Unterfranken zufolge befinden sich derzeit 41 Personen in stationärer Behandlung, 12 davon auf der Intensivstation. 304 Personen, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten, stehen unter Quarantäne (Stand: Dienstag, 2. Juni).

Insgesamt 187 (+1) Menschen sind laut RKI in Unterfranken bislang an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben: 60 in Stadt und Landkreis Würzburg, 39 in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, 43 in Stadt und Landkreis Schweinfurt, 5 im Landkreis Miltenberg, 6 im Landkreis Haßberge, 6 im Landkreis Main-Spessart, 3 im Landkreis Kitzingen, 6 im Landkreis Rhön-Grabfeld, 19 im Landkreis Bad Kissingen.

Die Zahlen des RKI unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten von denen der Regierung von Unterfranken. Um Verwirrungen vorzubeugen, richtet sich diese Redaktion nach den Zahlen des RKI.

Die Karte mit den bestätigten Coronafällen in Unterfranken und im Main-Tauber-Kreis wird laufend aktualisiert:

Bayernweit zählt das RKI am Donnerstag 47 209 (+71) Infizierte, darunter etwa 43 400 (+100) Genesene und 2479 (+13) Tote. 

Aus ganz Deutschland wurden 182 764 (+394) Corona-Fälle an das RKI gemeldet sowie 8581 (+30) Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen. Mittlerweile sind 167 800 (+600) Menschen genesen.

Infektionen beim medizinischen Personal

Keiner ist näher dran an Corona-Patienten als Ärzte und medizinisches Personal. Damit haben sie auch ein höheres Risiko sich selbst mit dem Virus zu infizieren. Doch was passiert, wenn sich ein Arzt angesteckt und an Covid-19 erkrankt? Wie die Kliniken in Unterfranken damit umgehen, lesen Sie hier.

Reisewarnung ab dem 15. Juni aufgehoben

Nach einem aktuellen Beschluss der Bundesregierung wird die weltweite Reisewarnung für 29 europäische Länder ab dem 15. Juni aufgehoben, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwochvormittag nach einer Kabinettssitzung in Berlin. Da in Spanien und Norwegen noch bis über den 15. Juni hinaus Einreisebeschränkungen gelten, verzögert sich für beide Länder die Aufhebung der Reisewarnung.

Die Reisewarnung der Bundesregierung kann jedoch jederzeit reaktiviert werden, wenn die Zahl der Neuinfektionen erneut extrem steigt. Als Orientierung dient dabei die in Deutschland aktuell geltende Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die Bundesregierung hat noch nicht entschieden, wie sie mit Ländern außerhalb der Europäischen Union umgehen will.

Wie stehen Würzburger zu den Corona-Lockerungen?

Über die verschiedenen Maßnahmen in der Corona-Krise entfachen immer wieder Diskussionen. Schritt für Schritt geht in Würzburg das öffentliche Leben wieder los. Fast wöchentlich gibt es neue Meldungen dazu, welche Bereiche ihren Betrieb wieder starten können. Während sich die einen darüber freuen, schütteln die anderen bloß den Kopf. Unserer Redakteur Lucas Kesselhut hat sich bei den Würzburgern umgehört und ein aktuelles Stimmungsbild eingefangen.

Kunst und Kultur: Finanzspritze vom Landkreis Würzburg

Für viele Künstler ist die Corona-Krise existenzbedrohend, Veranstaltungen finden kaum statt, Einnahmen fehlen.  Jetzt hat der Landkreis Würzburg die Kulturfördergelder überarbeitet. Um die Arbeit der im Kulturbereich tätigen Personen und Einrichtungen zu sichern, bezuschusst der Landkreis kulturelle Projekte in der Region. Doch nicht jeder bekommt Geld und einige Vereine bekommen sogar weniger Zuschuss als üblich.

Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch! – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

Bürgertelefone: 

  • Würzburg (0931/ 8003-5100)
  • Schweinfurt (09721/55-745)
  • Kitzingen (09321/928-1111)
  • Bad Kissingen (0971/7165-0)
  • Main-Spessart (09353/793-1490)
  • Haßberge (09521/27-600)
  • Rhön-Grabfeld (09771/94800)
  • Miltenberg (0 93 71/501-523)
  • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
  • Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): www.116117.de

Das müssen Sie zu Corona wissen:

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