WÜRZBURG

Da sein für einsame Menschen:

Maria Lahner (links) gibt die Leitung des Malteser Besuchsdienstes an Gabriele Fröhlich (rechts) ab. Zusammen mit dem Stadtbeauftragten Klaus-Dieter Bopp freuen sie sich auf neue Helferinnen und Helfer. Foto: Malteser

Mit 28 Jahren hat man schon einiges erlebt und Erfahrungen gesammelt. Zeit, daraus Konsequenzen zu ziehen und neue Wege einzuschlagen. Das dachten sich auch die Verantwortlichen beim Malteser Besuchsdienst Würzburg, der bei seiner Gründung 1985 einer der ersten In Deutschland war.

Einmal im Monat, meist am Wochenende, gingen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Heime, um einen Tag lang den Bewohnern, vorzulesen, mit ihnen zu spielen, spazieren zu gehen und vieles mehr. Zwar wurde die zeitliche Festlegung bald gelockert, damit Helfer und Besuchte flexibler auf die jeweiligen Wünsche und Bedürfnisse eingehen konnten, aber die Ausrichtung auf Bewohner von stationären Einrichtungen blieb.

„Dies werden wir jetzt erweitern um einsame alte Menschen, die noch in den eigenen vier Wänden leben, sich aber genauso über einen Besuch freuen würden“, erklärt Klaus-Dieter Bopp, Stadtbeauftragter der Malteser Würzburg in einer Pressemitteilung. Damit wollen die Malteser auch der Tatsache Rechnung tragen, dass die meisten Menschen erst im hohen Alter in Pflegeheime umziehen und sich aber vorher ebenso nach Zuwendung und gemeinsam verbrachter Zeit sehnen.

Mit der Erweiterung des Angebots ist auch eine Veränderung in der Leitung der Gruppe verbunden. Maria Lahner, die den Besuchsdienst seit fast 13 Jahren leitete, gibt die Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen an Gabriele Fröhlich ab. Als Helferin bleibt sie aber dabei.

Ihre Nachfolgerin kam 2007 über die Hospizausbildung zu den Maltesern, hat sich im letzten Jahr im Bereich Besuchsdienstleitung fortgebildet und möchte nun „die bestehende Vernetzung mit dem Hospizdienst noch verstärken, denn oft geht ja ein Besuchsdienst in eine Hospizbegleitung über“ sagt die 55jährige. Und dann möchte sie noch mehr junge Leute für diesen Dienst begeistern. Optimistisch stimmt sie dabei, dass derzeit unter den fast 30 Helferinnen und Helfern, die sich in sieben Alten- und Pflegeheimen in Würzburg engagieren, auch mehrere Studentinnen sind, die über den Internetauftritt zu den Maltesern gefunden haben.

Mit Spannung sieht sie dem ersten Informationsabend im März entgegen, bei dem neue Helfer für den Besuchsdienst gesucht werden. Was sollte ein solcher Helfer mitbringen? „Er sollte liebenswürdig sein und ein offenes Herz haben für die Menschen und die Aufgabe, die er übernimmt“, da sind sich Maria Lahner und Gabriele Fröhlich einig. Der Rest ergebe sich dann von ganz allein.

Der Informationsabend findet statt am 11. März um 19 Uhr in den Kursräumen der Malteser, Mainaustr. 45a, 97082 Würzburg. Danach schließen sich vier Schulungsabende sowie ein Erste-Hilfe-Kurs an.

Informationen zum Besuchsdienst: Malteser Würzburg, Gabriele Fröhlich, Tel. (0931) 45 05 203 oder (0170) 56 50 553 sowie im Internet: www.malteser-wuerzburg.de

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