Ochsenfurt

Das Tor für die Entwicklung der "Weststadt" ist geöffnet

Der Flächennutzungsplan wird geändert, ein Bebauungsplan aufgestellt - es ist ein weiterer Schritt zum geplanten Hotel mit Veranstaltungshalle.
Sanierungsfall: Dass in der Ochsenfurter 'Weststadt' dringend gehandelt werden muss, zeigt sich hier in der Floßhafenstraße. Marode, seit vielen Jahren ungenutzte Bausubstanz soll ebenso einer Neuordnung weichen wie die bisherigen Gebäude des Stadtbauhofs. Entstehen sollen statt dessen unter anderem ein Hotel mit Veranstaltungshalle und ein Chaletdorf mit Ferienwohnungen.
Sanierungsfall: Dass in der Ochsenfurter "Weststadt" dringend gehandelt werden muss, zeigt sich hier in der Floßhafenstraße. Marode, seit vielen Jahren ungenutzte Bausubstanz soll ebenso einer Neuordnung weichen wie die bisherigen Gebäude des Stadtbauhofs. Entstehen sollen statt dessen unter anderem ein Hotel mit Veranstaltungshalle und ein Chaletdorf mit Ferienwohnungen. Foto: Klaus Stäck

Nach dem Bauausschuss hat nun auch der gesamte Stadtrat den Weg frei gemacht für die Entwicklung der so genannten "Weststadt", also des Bereiches zwischen Mainufer und Floßhafenstraße.  Einstimmig und ohne Diskussion beschlossen wurde, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan aufzustellen für ein Sondergebiet, wo der Investor Joachim Beck große Pläne verwirklichen können soll.

Wie mehrmals berichtet, plant Beck ein Hotel mit Veranstaltungshalle, ein Chaletdorf mit Feriendomizilen und eine öffentliche Freifläche zum Thema "Main und Mensch". Das ehemalige Kartoffelflockenwerk direkt vor den Toren der Altstadt soll in eine Markthalle mit Gastronomie umgebaut werden.

Chemiefirma will umsiedeln

Verwirklicht werden kann das alles, wenn die Firma SFM Chemicals wie beabsichtigt und wie mit der Stadt vereinbart von der Floßhafenstraße ins Industriegebiet Wolfgang umgesiedelt sein wird. Denn der Betrieb fällt unter eine EU-Störfallverordnung, die unter anderem besagt, dass im Umfeld von 200 Metern keine Anlagen errichtet werden dürfen, in der sich viele Menschen aufhalten.

Mit den nun abgesegneten Vorhaben wird die ohnehin notwendige Sanierung des Areals "Weststadt" befördert. Dass hier gehandelt werden muss, zeigt sich schon am äußeren Erscheinungsbild. Brachliegende Industrie- und Wohngebäude, teils kräftig zugewuchert, fallen ins Auge, ebenso wie bisher nur notdürftig geflickte Straßenabschnitte.

Marode Bausubstanz abreißen

Die marode alte Bausubstanz wird zum größten Teil abgerissen, um Platz für Neues zu schaffen. Weichen sollen auch die jetzigen Gebäude des Stadtbauhofs, der auf das ehemalige Kindermann-Gelände umzieht, und einige alte, nicht mehr genutzte Nebengebäude der BayWa. Die derzeit noch bestehenden städtebaulichen Mängel sind schon bei den Erhebungen für das Integrierte Städtische Entwicklungskonzept (ISEK) im Jahr 2016 aufgefallen.

In dem Konzept wurde die Dringlichkeit einer städtebaulichen Neuordnung in der "Weststadt" betont. Die Stadt hat daraufhin eine Sanierungssatzung erlassen, um ein planerisches Instrument in die Hand zu bekommen. Für die Umwandlungsfläche "Flockenwerk" wurde in diesem Jahr eine Rahmenplanung in Auftrag gegeben.

Im Überschwemmungsgebiet des Mains

Das Sanierungsgebiet ist in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Stadtentwicklung West" aufgenommen.  Für das kommende Jahr sollen dafür bei der Regierung von Unterfranken Zuschussanträge für förderfähige Kosten von 1,3 Millionen Euro gestellt werden. Auch das beschloss der Stadtrat. Von den Kosten, die für die Projekte anfallen, übernehmen nach dem üblichen Schlüssel 60 Prozent der Staat und 40 Prozent die Stadt Ochsenfurt.

Wie Stadtbaumeister Jens Pauluhn in der Sitzung sagte, müssten zur Umsetzung der Ziele noch Probleme mit dem Überschwemmungsgebiet des Mains gelöst werden. Denn ein Großteil des neu zu beplanenden Gebiets liegt im Einzugsbereich des hundertjährlichen Hochwassers.

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