Würzburg

Das ZAE ist jetzt Mitglied in der Klima-Allianz

ZAE Bayern als neuesten Partner in die Bayerische Klima-Allianz aufgenommen
Umweltminister Thorsten Glauber (rechts) begrüßt das Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. in der Bayerischen Klima-Allianz. Foto: Ulises Ruiz

Wenn man den Worten von Thorsten Glauber Glauben schenken darf, dann hatte er am Freitag am BayerischenZentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) in Würzburg einen "coolen Termin": Bayerns Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz informierte sich über die Forschungsarbeit und begrüßte das ZAE als neuesten Partner der Staatsregierung in der Bayerischen Klima-Allianz.

Cool war der Termin für Glauber deshalb, "weil man es als Minister nicht alle Tage mit einem Thema der eigenen Profession zu tun bekommt." Der Umweltminister hat Architektur studiert und bereits vor 20 Jahren seine Diplomarbeit über nachhaltiges Bauen geschrieben.

ZAE zeigt, wie die Energiewende gestaltet werden kann

Die Forscher des ZAE "zeigen uns, wie weit wir in der Wissenschaft inzwischen sind und wie wir die Energiewende in der Zukunft gestalten können", betonte Glauber nach einem ausführlichen Rundgang durch das "Energy Efficiency Center" des ZAE am Hubland mit seinen komplett auf Energieeffizienz ausgerichteten Baumaterialien.

Der Minister und Vladimir Dyakonov, Vorstand des ZAE Bayern, unterzeichneten die gemeinsame Erklärung für eine Zusammenarbeit zum Schutz des Klimas. Die Bayerische Klima-Allianz wurde von der Staatsregierung 2004 zusammen mit dem Bund Naturschutz gegründet. Zu dem Netzwerk, das mit gemeinsamen Aktionen das Bewusstsein für den Klimaschutz stärken will, gehören inzwischen fast 50 Partner wie Umwelt- und kommunale Spitzenverbände, Kirchen sowie Einrichtungen aus der Jugendarbeit, Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport. Ziel ist es, die jahrlichen Treibhausgas-Emissionen im Freistaat bis zum Jahr 2050 auf unter zwei Tonnen pro Einwohner zu senken.

Angewandte Energieforschung ist aktiver Umweltschutz

"Wir im politischen Handeln brauchen das ZAE als Taktgeber. Die Partner der Klima-Allianz können aus ihrem Know-How Ideen und Kraft gewinnen", sagte Glauber. Wichtig sei dabei vor allem, Forschungsergebnisse und neu entwickelte Technologien auch in der Praxis anzuwenden: "Wissenschaftlich ist vieles erarbeitet. Wir müssen den Rollout schaffen", so der Minister: "Es ist wichtig, dass wir die finanziellen Mittel so einsetzen, dass wir damit den höchsten Nutzen erzielen." Anfangen will Glauber damit auch bei den eigenen Liegenschaften des Freistaats: "Wir müssen als Staat vorangehen und unsere Gebäude mit den höchsten Energieverbräuchen energetisch sanieren."

Das ZAE wird als außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit Standorten in Garching und Würzburg vom Bayerischen Wirtschaftsministerium finanziell unterstützt. "Für uns als kleines ZAE mit 180 Mitarbeitern ist der Beitritt zur Klima-Allianz eine große Ehre", betonte Vladimir Dyakonov. Angewandte Energieforschung und die Anwendung ihrer Ergebnisse in der Praxis sei aktiver Klimaschutz: Wir müssen Energie nicht nur nachhaltig erzeugen, sondern sie auch effizient nutzen", so der ZAE-Vorstand.

Auch Architekten sind für Klimaschutz verantwortlich

Unterzeichnet wurde der Beitritt zur Klima-Allianz am "ZAE-Tag 2019" mit Experten-Vorträgen über eine "Wärmewende" und multifunktionale Gebäudehüllen für klimagerechte Gebäude. In seinem Gastvortrag sprach Werner Lang, Inhaber des Lehrstuhls für energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen der Technischen Universität München, über die Verantwortung von Architekten für den Klimaschutz. Bauen in Zeiten des Klimawandels bedeute für Planer unter anderem, sich intensiv Gedanken über den Energie- und Ressourcenverbrauch und die Wiederverwendbarkeit der verwendeten Baumaterialien zu machen.

"Derzeit geben wir uns damit zufrieden, bis zum Jahr 2020 die Energieeffizienz und den Anteil der erneuerbaren Energien um 20 Prozent zu steigern, um die Emissionen um 40 Prozent zu senken. Das ist als Grundrichtung absolut richtig, nur nicht ambitioniert genug", betonte Lang. Ziel im Bauwesen müssten künftig Plus-Energie-Gebäude sein, die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen und damit einen positiven ökologischen Fußabdruck haben.

Schlagworte

  • Würzburg
  • Patrick Wötzel
  • Allgemeine (nicht fachgebundene) Universitäten
  • Alternative Energien
  • Baustoffe
  • Die Bayerische
  • Energieeffizienz und Energieeinsparung
  • Forschungseinrichtungen
  • Klimaschutz
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Minister
  • Technische Hochschulen
  • Technische Universität München
  • Thorsten Glauber
  • Umweltschutz
  • Werner Lang
  • Wirtschaftsministerien
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!