RÖTTINGEN

Das große Wiedersehen an der Hauptschule

Ehemalige Schülerinnen haben gemeinsam mit Schulleiter Wolfgang Schmock das große Klassentreffen an der Röttinger Hauptschule vorbereitet, oben links: Sabine Fellner (ehem. Gathof), Manuela Weiß (Weiß), Anja Kleinschrot (Neureither), Anja Mönikheim (Jacob), unten von links: Bärbel Deppisch (Melber), Wolfgang Schmock, Petra Carl (Betz). Auf dem Bild fehlt Petra Bartlotti (Kemmer). Foto: SCHMOCK Foto: Wolfgang Schmock

Eigentlich gibt es die Hauptschule Röttingen schon seit 2014 nicht mehr. 45 Jahre nach Gründung des Schulverbands wurde sie aufgelöst. Trotzdem lädt die Schule an diesem Samstag, 10. September, ab 15 Uhr alle ehemaligen Schüler zum Klassentreffen, dem größten, das es je in Röttingen gegeben hat.

Schulleiter Wolfgang Schmock verbrachte seine gesamte Berufslaufbahn an der Schule. Als 2014 kurz vor Schuljahresende die Nachricht kam, dass die Schule wegen Schülermangel aufgelöst werden soll, war ihm nicht nach Feiern zumute. Trotzdem sollte die Hauptschule, die Tausende von Schülern aus dem gesamten südlichen Landkreis durchlaufen hatten, nicht sang- und klanglos verschwinden.

Länger als ein Jahr war die Idee zu einem großen Klassentreffen gereift, bevor er in einigen ehemaligen Schülerinnen Mitstreiterinnen fand, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Monatelang hat sich das Team regelmäßig getroffen und das große Klassentreffen vorbereitet. Im sozialen Netzwerk Facebook zog die Einladung schnell weite Kreise. Hunderte von Schülern haben ihr Kommen zugesagt. Viele stellten alte Klassenfotos ins Netz. Erinnerungen wurden ausgetauscht, Streiche nacherzählt. Die ehemalige Schulfamilie rückte wieder zusammen.

Auch viele ehemaligen Lehrer haben sich zu dem großen Wiedersehen angekündigt, das am Samstag auf dem Schulgelände seinen Lauf nehmen soll. Und vieles dabei soll werden, wie es früher einmal war.

Schulchor-Update

Zum Beginn des Treffens um 15 Uhr bewirten die Grundschuleltern, darunter viele ehemalige Schüler, mit Kaffee und Kuchen. Bei einer Hausführung stellt Wolfgang Schmock die heutige Schule vor. Der ehemalige Schulleiter Erwin Gotthard erzählt, warum die Röttinger Hauptschule tatsächlich die Haupt-Schule des südlichen Ochsenfurter Gaus war.

Als „Schulchor-Update“ ist das gemeinsame Singen apostrophiert und beim Handballspiel sind alle ehemaligen Schüler zum Mitmachen eingeladen. Zum Gemeinschaftswerk soll ein großes Wandbild werden, auf dem jeder seine Eindrücke hinterlassen darf. Videoaufnahmen und Fotos wecken Erinnerungen an den früheren Schulalltag. So sind bei der Diapräsentation Hunderte von Bildern von Klassenfahrten seit dem Bau der neuen Schule im Jahr 1981 zu sehen.

Darüber hinaus hofft Wolfgang Schmock, dass die ehemaligen Schüler reichlich Erinnerungen und Material für die Ausstellung beisteuern. Seien es alte Schulhefte, Stücke aus dem Werkunterricht oder im Unterricht entstandene Kunstwerke.

Pausenbrot aus der Heckklappe

Auch bei der Verpflegung am Abend geht es zu wie anno dazumal. Das Schaschlik wird wie bei früheren Schulfesten über offenem Feuer gekocht und der Bäcker verkauft Pausenbrot aus der Heckklappe seines Autos. Das Fest soll sich selbst gestalten.

Nach der Gründung des Schulverbands im Jahr 1969 wurden Kinder aus 17 Gemeinden des südlichen Ochsenfurter Gaus an insgesamt zehn Schulorten unterrichtet. 1981 zogen die Klassen ins neu gebaute Schulhaus nach Röttingen um. Während im Jahr 1976 über 500 Schüler an der Verbandsschule unterrichtet wurden, waren es bei der Schließung 2014 gerade noch 46.

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