Gaukönigshofen

Dem Klimaschutz gemeinsam den Hof gemacht

Bewegung für das Klima: Einen Flashmob der Jüngsten zum Weltklimatag gab es an der Grundschule Gaukönigshofen. Foto: Klaus Stäck

Die Weltklima-Bewegung hat auch den Ochsenfurter Gau erreicht: So gab es zum Weltklimatag an der Grundschule in Gaukönigshofen eine Aktion, an der vor allem die Jüngsten aus der Gemeinde teilnahmen. "Pflanz einen Baum!", "Rettet den Regenwald!", "Keine Plastikflaschen kaufen!": Diese und weitere Parolen machten bereits auf dem Straßenasphalt auf das Thema aufmerksam und luden zur Kundgebung ein.

Grundschüler hatten sie nach dem Unterricht und in den Pausen mit bunter Kreide aufgebracht, berichtete Schulleiter Alois Klüpfel.  Der Anstoß für die Klima-Aktion war vom Kindergartenteam gekommen. Die Ideen stammen hauptsächlich von Annette Lörner. Auf dem Pausenhof versammelten sich die Kinder aus dem Kindergarten und die Krippenkinder mit Betreuern, Grundschülern und einigen interessierten Eltern. Begonnen wurde mit einem gemeinsamen Lied, das darauf aufmerksam machen soll, wie der Mensch der Erde schadet und was man besser machen könnte. Es wurde getanzt und gehüpft sowie bunte Aktionsplakate hoch gehalten, die Drittklässler im Kunstunterricht angefertigt hatten.

Die Viertklässler studierten einen Rap ein

Einen Rap zum Thema hatten die Viertklässler der Grundschule einstudiert. Kindergartenkinder erzählten, was sie selbst für die Umwelt tun, wie etwa Vögel und Insekten füttern, Stofftaschen statt Plastiktüten verwenden, Müll sortieren, mehr zu Fuß gehen, das Pausenbrot in einer Box statt in Einwegverpackungen mitbringen und vieles mehr.

Dass Umwelt und Klima im Kindergarten keine neuen Themen sind, berichtete Leiterin Elke Wolz-Nagl gegenüber dieser Redaktion. Schon seit langem werde der Müll sortiert. Regelmäßig werde an der Aktion "Putzmunter" des Teams Orange mitgemacht. Weiterhin gebe es die Aktion "zu Fuß zum Kindergarten" und "1000 Kilometer einsparen". Lebensmittel würden bewusst regional und saisonal eingekauft. Zusammen mit dem Frauenbund und dem Bäcker nehme man an der Solibrot-Aktion teil.

Auf dem geplanten Hortgebäude soll eine Photovoltaikanlage entstehen

Der Josefsverein, der in Gaukönigshofen Träger der Kinderbetreuung ist, möchte bald im Energiebereich einen weiteren Akzent setzen und dabei möglichst viele Bürger ins Boot holen. Dazu lud Vorsitzender Stefan Rettner ein und verteilte Infomaterial. Auf dem geplanten Hortgebäude für die Mittagsbetreuung der Schulkinder soll eine Photovoltaikanlage entstehen. Sie soll es ermöglichen, einen großen Teil des in den Einrichtungen benötigten Stroms selbst auf nachhaltige Weise zu erzeugen. Kindern könnten damit Nachhaltigkeit und Klimaschutz noch praktischer näher gebracht werden.

Ein spezielles Visualisierungskonzept veranschauliche mit einer Kugelbahn die erzeugte Strommenge. Je mehr Energie erzeugt wird, umso mehr Kugeln befinden sich in einem Auffangbehälter. Die 10-kW-Anlage soll etwa 7500 bis 8000 kwH Strom im Jahr bringen. Die Kosten betragen etwa 15 000 Euro für die Anlage und 2500 bis 3000 Euro für das Visualisierungskonzept. Interessenten können sich mit mindedstens 200 Euro beteiligen. Die Rückzahlung erfolge über zehn Jahre. Zudem gebe es eine kleine Prämie für die Beteiligung.

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