Würzburg

Demonstration gegen zu viel Verkehr in Würzburg

Stau auf dem Stadtring ist in Würzburg keine Seltenheit. Das Bündnis "Verkehrswende Jetzt" fordert, dass das anders wird. Was die Gruppierung für Samstag genau plant.
Der Stadtring Süd im Berufsverkehr. Foto: Obermeier

Von einem flüssigen Verkehr können viele Würzburger oft nur träumen. Bei der ADAC-Staubilanz landet die Domstadt immer wieder auf den Rängen der staureichsten Städte – vor allem wegen der A3. Passieren dort Unfälle, hat das meist auch Auswirkungen auf den Verkehr in der Innenstadt. Die B19 wird dann zur Ausweichroute.

Zur permanenten Zählung des Straßenverkehrs sind in Bayern rund 400 automatische Dauerzählstellen im Einsatz. Auch in Estenfeld ist solch eine Stelle installiert. Ein Blick in die Auswertungen vom vergangenen September zeigt: Täglich waren damals mehr als 51 000 Autos und rund 3200 Lkw auf der B19 unterwegs.

Forderung: Nachtfahrverbot für Lkw

Für das Bündnis "Verkehrswende Jetzt" ist das zu viel. "Würzburg und der gesamte Landkreis sind mit den wachsenden Verkehrsströmen überfordert", teilt das Netzwerk aus Vertretern verschiedener Organisationen, Parteien und Einzelpersonen in einer Pressemitteilung mit. Die deren Meinung nach katastrophale Verkehrssituation auf dem Mittleren Ring/B19 beziehungsweise dem Stadtring-Süd erfordere eine sofortige Reduzierung sowohl des Lkw- als auch des Pkw-Verkehrs. Doch wie soll das klappen? Das Bündnis hat dafür mehrere Forderungen aufgestellt. Wichtig sei, auch das Umland mit einzubeziehen. "Eine zukunftsweisende Verkehrspolitik darf sich nicht nur auf die Stadt Würzburg selbst beschränken", heißt es.

So fordert das Bündnis zum Beispiel den sofortigen Stopp der Planungen für den Ausbau des Greinberg-Knotens. Zudem sollten Lkw über 3,5 Tonnen nicht mehr auf dem Stadtring Süd fahren dürfen (mit Ausnahme des Be- und Entladens im Stadtgebiet). Auch ein Nachtfahrverbot für diese Lkw zwischen 22 bis fünf Uhr sieht das Bündnis beispielsweise auf dem Stadtring-Süd und -Nord vor.

Stadtring Süd wird teilweise gesperrt

Auf diese und weitere Forderungen möchte das Bündnis am Samstag, 18. Januar, mit einer Demonstration aufmerksam machen. Dafür wird der der Stadtring-Süd zwischen Rottendorfer Straße und ehemaliger Siligmüller-Brücke in Richtung Greinberg halbseitig gesperrt. Auf Nachfrage dieser Redaktion gab das Bündnis bekannt, dass die Kundgebung und Teilsperrung von 11 Uhr bis 12.30 Uhr stattfinden wird. Geplant sind ein Demozug auf dieser Strecke und Reden von Partei-Vertretern, Bürgerinitiativen und beispielsweise auch Verbänden.

Es ist nicht die erste Demo, die auf die Verkehrssituation in Würzburg aufmerksam macht. Bereits im April 2019 demonstrierten Mitglieder des Bündnisses für eine sauberere Innenstadt, bevor es das Netzwerk "Verkehrswende Jetzt" überhaupt offiziell gab. Damals lief das jedoch ohne Sperrung der Straße ab. Anders sah die Situation zu Beginn der Osterferien 2018 aus. Für eine Demo des Bündnisses „Gemeinsam für ein lebenswertes Würzburg und sein Umland“ wurde der Stadtring Süd damals ebenfalls teilweise gesperrt.

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