WÜRZBURG

Der Besuch aus Mwanza kann kommen

Ein Scheck für Mwanza: Karin Bayha, OB Georg Rosenthal, Homaira Mansury, Doris Mehling (Lehrerin an der Oppenheimer-Schule), Brigitte Juchems (Leiterin der Akademie Frankenwarte) und Michael Stolz bei der Übergabe des Erlöses des Benefiz-Konzertes. Foto: Katrin Heyer

(Rö.) In der Fachakademie für Hauswirtschaft der Klara-Oppenheimer-Schule freut man sich auf Besuch aus Afrika. Im Mai kommen zwölf Schülerinnen und zwei Lehrerinnen aus der tansanischen Partnerstadt Mwanza im Rahmen eines Austauschprogramms nach Würzburg und beantworten damit einen Besuch von Würzburger Schülerinnen, die im letzten Jahr zwei Wochen in Mwanza zu Gast waren.

Um den Besuch aus Afrika zu finanzieren, veranstaltete die Deutsch-Finnische Gesellschaft (DFG) Würzburg ein Benefizkonzert. Mit dem Erlös von 3200 Euro kann die Reise jetzt unterstützt werden.

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Stückfasskeller des Staatlichen Hofkellers am Sonntagabend beim Konzert für Mwanza, für das vier Duos von Würzburger Musikern auf eine Gage verzichteten. Als Bluesvergiftung spielten Gunther Schunk (Bass) und Sebastian Schneider (Bluesharp), Myravigliosa mit Mitorganisatorin Homaira Mansury (Gesang) und Stefan Weinkötz (Klavier, Akkordeon) boten Gänsehaut-Feeling mit Songs in vier Sprachen, Rainer Schwander (Saxophon) und Bernhard von der Goltz (Gitarre) führten musikalisch rund um die Welt und zum Abschluss verzauberten Jochen Volpert (Gitarre) und Carola Thieme die 160 Gäste mit Songs ihrer ersten gemeinsamen CD.

Natürlich gab es nicht nur Musik. DFG-Vorsitzende Karin Bayha zeigte sich äußerst erfreut über die große Resonanz, die der Benefizabend fand. Das zeige, dass sich in Würzburg etwas bewegen lasse. Für die DFG als internationale Gesellschaft sei es wichtig, die interkulturelle Begegnung speziell junger Menschen zu fördern. Dies und die Tatsache, dass auch die finnische Stadt Tampere städtepartnerschaftlich mit Mwanza verbunden ist, sei Anlass für die Unterstützung des Würzburger Austauschprojektes gewesen, das von Homaira Mansury als Dozentin an der Akademie Frankenwarte maßgeblich betreut wird.

Als Schirmherr des Konzertes betonte Oberbürgermeister Georg Rosenthal, dass wie schon der Würzburger Besuch in Mwanza auch der Gegenbesuch eine Begegnung auf Augenhöhe werden soll. Da die afrikanischen Schülerinnen eine solche Reise nicht aus eigenen Mitteln finanzieren könnten, sei man auf Hilfe angewiesen, weshalb auch noch weitere Spenden willkommen seien.

Humorvoll und lebendig berichteten die beiden Schülerinnen Katharina Eich und Barbara Herbst vom Mwanza-Aufenthalt. Auch beim Tag der offenen Tür in der Oppenheimer-Schule drehte sich alles um den bevorstehenden Besuch aus Tansania, der gemeinsam vom M.W.A.N.Z.A. e.V., der Oppenheimer-Schule und der Akademie Frankenwarte organisiert wird. Tänze und Spiele aus Afrika sowie Köstlichkeiten aus der afrikanischen Küche gaben schon mal einen Vorgeschmack auf den Besuch. Auch hier wurde für den Aufenthalt der tansanischen Gäste Geld gesammelt.

Auf die wartet, wie der Vorsitzende des M.W.A.N.Z.A. e.V. Michael Stolz erklärte, vom 4. bis 18. Mai ein umgangreiches Programm. Aus den Händen von Karin Bayha durfte Stolz zum Abschluss des Abends den Scheck über 3200 Euro in Empfang nehmen. Das Geld wird umgehend für die weitere Organisation des Besuchs verwendet.

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