Opferbaum

Der Kampf gegen den geringen Frauenanteil in der Politik

Frauenpower unter sich. Beim "Politischen Frauenfrühstück" im Opferbaumer Pfarrheim sprachen sich die Frauen gegenseitig Mut zu, sich politisch zu engagieren. Rednerinnen waren (vorne, 4. bis 6. von links) Christine Haupt-Kreutzer (SPD), Klara Schömig (UBG) und Rosa Behon (CSU), ... Foto: Irene Konrad

"Das war ein wirklich schöner Gesprächskreis heute", zogen die 30 Frauen des "Politischen Frauenfrühstücks" im Opferbaumer Pfarrheim Bilanz. Kaum aufhören wollten sie mit dem Erzählen und Zuhören. Es ging um Erfahrungen, die politisch engagierte Frauen in einer noch immer vorherrschenden Männerwelt machen.

"Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig bestärken", legten dritte Bürgermeisterin Angelika Königer, die Bergtheimer Gemeinderätinnen Monika Fischer, Edith Scholl und Gudrun Peschke sowie Mitorganisatorin Sitta Kaufman dar. Sie hatten die Veranstaltung für Frauen aus den Gemeindeteilen Bergtheim, Dipbach und Opferbaum organisiert.

"Wir Frauen denken nicht nur anders, wir sind es einfach auch", wusste Gemeinderätin Fischer bei der Begrüßung der Gäste. Das waren die Kreisrätin und stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer aus Margetshöchheim, die Kreis- und Bezirksrätin sowie zweiten Bürgermeisterin und Bürgermeisterkandidatin Rosa Behon aus Ochsenfurt und Bürgermeisterin Klara Schömig aus Güntersleben.

In ihrer Wahrnehmung waren sich die Politikerinnen aus den verschiedenen Parteien einig. Noch immer sei der Frauenanteil in der Kommunalpolitik erschreckend gering. "Es ist nicht ohne in unseren Parlamenten, aber man wächst in seine Aufgaben hinein", wusste Rosa Behon. "Habt keine Angst davor, euch zu bewerben", meinte auch die langjährige Gemeinderätin Edith Scholl.

"Mir hat die Arbeit im Gemeinderat richtig Spaß gemacht", gestand auch Margot Lier, die 1996 dank der ersten reinen Frauenliste im Dorf ins kommunale Parlament gewählt worden war. "Reden kann man lernen", wusste die dritte Bürgermeisterin Königer, die inzwischen "die Diskussionen einfach klasse" findet. Und Bürgermeisterin Klara Schömig bedauerte, dass "sich Frauen oftmals selbst im Weg stehen".

Die stellvertretende Landrätin Haupt-Kreutzer wies auf Rhetorikkurse und "eine wahnsinnig tolle Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten Carmen Schiller" hin. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass politisch engagierte Frauen zunehmend von den Männern akzeptiert werden.

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