WÜRZBURG

Der Mantelsonntag zieht wieder Massen an

Werben für den Mantelsonntag: Sabine Wolfinger, Geschäftsführerin Spielzeugwiese in der Juliuspromenade und Vorstandsmitglied „Würzburg macht Spaß“, WümS-Geschäftsführer Wolfgang Weier und Praktikantin Sina Hauck. FOTO Herbert Kriener Foto: Herbert Kriener

„Einkaufen in entspannter Atmosphäre“ – unter diesem Motto wird der 22. Mantelsonntag am 29. Oktober wieder Menschenmassen aus der Stadt und ganz Mainfranken anziehen. An diesem Tag sind viele Geschäfte im Zentrum, aber auch viele in den Stadtteilen und Gewerbegebieten von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Wolfgang Weier, Geschäftsführer des Stadtmarketings Würzburg macht Spaß, schätzt, dass sich wieder 150 000 Einkäufer durch die Stadt drängen. Das Stadtmarketing hat für den Mantelsonntag auch überregional Werbung gemacht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es mehr Mantelsonntage

Der Mantelsonntag geht auf die 30er Jahre zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es noch mehr verkaufsoffene Sonntage. In den 80er Jahren bekämpften Gewerkschaften ihn, und die Werbegemeinschaft Einkaufsstadt Würzburg beschloss 1982 sein vorläufiges Ende. Es dauerte 14 Jahre, bis der Textilkreis des Einzelhandelsverbandes und der Förderkreis Würzburg macht Spaß zur Neuauflage schritten. Im September 1996 gab der Stadtrat Grünes Licht. Der Mantelsonntag ist gekoppelt an die Allerheiligenmesse und wird längst nicht nur für den Einkauf von Winterkleidung genutzt, er hat sich vermehr als Einkaufstag für die ganze Familie etabliert, sagt Weier.

Heidingsfeld lädt zum Weinbrunnen ein

Viele Geschäfte lockten mit Sonderangeboten und Aktionen. Die Heidingsfelder Selbstständigen laden ab 12 Uhr wieder zum Weinbrunnen ein. Als Hauptsponsor stellt das IWM Autohaus am Vierröhrenbrunnen neue Fahrzeuge von Fiat, Saab, Alfa Romeo, Jeep und Lancia aus. Zum zweiten Mal findet zum Mantelsonntag die „GenussMacherMesse“ in den Posthallen statt, bereits am Samstag, 28. Oktober, von 11 bis 22 Uhr, und am Sonntag, 29. Oktober, von 11 bis 18 Uhr.

Verkaufsoffene Sonntage stoßen vor allem bei den Gewerkschaften auf Kritik (siehe nebenstehenden Artikel). Wolfgang Weier verteidigt den Mantelsonntag als wichtig für den innerstädtischen Handel und für die Sicherung der Arbeitsplätze, die zunehmend vom Internet-Handel bedroht würden. Die Kritik der Gewerkschaft bezeichnet er als „bürgerfeindlich und unternehmerfeindlich“. Die Händler machten an diesem Tag in fünf Stunden den dreifachen Umsatz gegenüber einem guten Samstag. Die Mitarbeiter bekämen Freizeitausgleich und eine übertarifliche Entlohnung. Viele Mitarbeiter wollten gerne an diesem Sonntag arbeiten und freuten sich, dass richtig was los ist. Oft gebe es deshalb mehr Nachfragen, als Mitarbeiter eingesetzt werden könnten. Am Mantelsonntag stehen 8000 Parkplätze an Straßen und Plätzen kostenlos zur Verfügung, in den Tiefgaragen werden sie zu besonders günstigen Preisen angeboten. Dennoch rät Weier, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Die Straßenbahn ist am Sonntag rund um die Geschäftsöffnungszeiten mit Sonderwägen im Einsatz. So fährt die Straßenbahnlinie 5 bereits ab 11 Uhr bis 20.30 Uhr zwischen Grombühl, Hauptbahnhof, Innenstadt und Heuchelhof/Rottenbauer in einem 10-Minuten-Takt. Die Omnibuslinie 6 wird zwischen 11.40 Uhr und 19.20 Uhr ebenfalls auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet. Die Omnibuslinie 25 verkehrt ab 10.45 Uhr bis 19 Uhr im 30-Minuten-Takt. Wer mit der DB-Mainfranken-Bahn kommt, kann vom Bahnhof aus Busse und Straßenbahnen kostenlos nutzen.

Fahrpläne im Internet unter www.vvm-info.de.

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