Veitshöchheim

Der Reiz des winterlichen Gartens

Doldenblütler sind bei Raureif besonders hübsch anzusehen. Foto: Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim

Wir lieben den Blick in den Garten, wenn nach kalten Nächten Raureif an Spinnennetzen und Gräsern hängt oder die Fläche leicht mit feinem Schnee überzuckert ist. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie geben in einer Pressemitteilung Tipps, wie der winterliche Garten besonders zur Geltung kommt.

Wer die Strukturen der Gartenpflanzen genießen möchte, räumt seinen Garten nicht restlos auf, sondern lässt verschiedene Pflanzenteile stehen. Diese stellen einen wirksamen Frostschutz für neue Knospen dar und bieten nützlichen Kleinlebewesen einen Überwinterungsplatz. Vertrocknete Blätter, Samenstände der Stauden und Gräser gestalten den Winter-Garten besonders schön. Viele Samen liefern wertvolles Vogelfutter.

Winterliche Rose Foto: Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim

Besonders zierend sind die Gräser, deren Halme auch im vertrockneten Zustand sehr biegsam bleiben und daher auch nach Herbststürmen oft noch sehr ansehnlich sind. Auffallend schöne Samenstände haben Fetthenne, Rudbeckie, Eisenhut und Waldrebe gebildet. In Etagen ragen die verblühten Reste des Brandkrautes über der Staudenpflanzung. Auch die spät angelegten, nicht mehr geöffneten Knospen einiger Rosen sind vor allem bei Reif und mit Schneehaube attraktiv.

Gehölze mit auffallender Rinde

Im unbelaubten Zustand der Gehölze tritt die Rinde in den Vordergrund. Manche besitzen eine auffallend farbige Rinde. Beispielsweise der Hartriegel (Cornus): je nach Art und Sorte ist die Rinde der Sträucher hellgelbgrün, orange, rot oder schwärzlich gefärbt. Die Rinde des Zimtahorns ist zimtfarben, während einige Birkenstämme besonders weiß scheinen (Betula utilis).

Helle Rinde fällt im  Winter auf Foto: Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim

Bei anderen Gehölzen ist die Farbe eher unscheinbar, jedoch die Rindenstruktur umso bemerkenswerter. Kräftige Korkleisten findet man am Flügel-Spindelstrauch (Euonymus alatus). Andere Gehölze, unter anderem manche Prunus-Arten rollen ihre Rinde in dünnen Streifen regelrecht ab oder lassen sie schuppenförmig abfallen.

Nutzen Sie auch Spaziergänge in der Natur, in Botanischen Gärten und Parks, um die Schönheiten zu bewundern.

Eine öffentliche Führung zum Thema „Winterschlaf und erstes Erwachen - Rinde, Knospen und Blüten von Gehölzen im Winter“ bietet die Landesanstalt in Veitshöchheim am 7. Februar 2020 um 15 Uhr an . Info: http://www.lwg.bayern.de/cms06/gartenakademie/fuehrungen/index.php

Für weitere Fragen kann man sich an das Gartentelefon (0931) 9801-147 wenden oder per E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

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