WERTHEIM-BETTINGEN

Der Urlaub beginnt beim Einsteigen

In großem Stile: Alles neu ist im Schauraum der „Erwin Hymer World“ nahe dem „Wertheim Village“ an der A 3. In der 18 000 Quadratmeter große Halle sind bis zu 500 verschiedene Fahrzeugtypen ausgestellt. Foto: D. Röding

Schon von der Autobahn springt einem die bunt gestaltete Fassade der neuen „Erwin Hymer World“ ins Auge. Das Innere des Gebäudekomplexes des ehemaligen „Expocamps“ nahe dem „Wertheim Village“ an der A 3 wurde in den vergangenen sechs Monaten in großem Stil umgebaut und präsentiert sich von Grund auf neu.

Rund drei Millionen Euro wurden in den neuen Schauraum investiert. Bei einem Pressetermin informierte die Geschäftsleitung über die Veränderungen und stellte das Konzept auf einem Rundgang durch die 18 000 Quadratmeter große Halle vor, in der bis zu 500 verschiedene Fahrzeugtypen ausgestellt sind. „Damit sind wir der größte Caravaning-Händler in Europa“, erklärte Geschäftsführer Andre Douverne stolz.

Mit der vormals eher tristen Innengestaltung hat das neue Caravaning-Zentrum nicht mehr viel gemein. Douverne und sein Team haben hierfür gemeinsam mit dem Architektenbüro archicult in Würzburg und einer Kölner Werbeagentur ein Gesamtkonzept erarbeitet, das die Sinne ansprechen und eine bessere Übersicht ermöglichen soll.

Berg, Stadt, Wald und Strand

Die Erwin Hymer Erlebniswelt, wie sie sich vor Ort präsentiert, teilt sich in vier Themen-Sparten auf: Berg, Stadt, Wald und Strand. Kongenial leiten vier farbige Bänder vom Eingang aus den Besucher auf einem Rundweg zum jeweils gewünschten Themenbereich in der Halle. Im Zentrum stehen die Markeninseln der einzelnen Hersteller mit separaten Beratungsräumen, an deren Außenwänden riesige Abbildungen bekannter Urlaubsorte prangen. Vom Inneren der vis-a-vis ausgestellten Wohn- und Reisemobile kann man direkt auf eine Alm, einen Strand oder einen italienischen Marktplatz blicken. Wer genau hinhört, vernimmt daneben von Zeit zu Zeit Geräusche wie Grillenzirpen, Vogelgezwitscher oder das Bimmeln von Kuhglocken. „So sprechen wir alle Sinne an und der Kunde kann Urlaubs-Feeling bereits bei der Auswahl der Fahrzeuge erleben“, sagte Douverne.

All das zeigt: Längst ist das Caravaning seinem einstmals biederen Image entwachsen. Heute sei es hip, mit dem Caravan zu verreisen, meint Douverne. Junge Familien, kulturinteressierte Individualreisende, aber auch die kaufkräftigen Best Ager zählen zu den Zielgruppen der Branche, die stetig wächst. Daneben gelte es aber, neue Käuferschichten zu begeistern – was immer besser gelinge. Diese Entwicklung ist nicht nur auf Branchenmessen, etwa auf dem Caravan Salon in Düsseldorf, sondern auch vor Ort in Wertheim-Bettingen zu beobachten: So sei der Umsatz gegenüber dem vergangenen Jahr um 25 Prozent gestiegen.

100 Mitarbeiter

Momentan beschäftigt die Erwin Hymer World 100 Mitarbeiter, aufgrund der guten Geschäftszahlen werde das Team in den kommenden Monaten aber weiter anwachsen, zeigte sich der Geschäftsführer Douverne überzeugt.

Andre Douverne selbst ist seit 2013 für die Erwin Hymer Gruppe tätig. Zuvor hat der aus Koblenz stammende Familienvater 24 Jahre lang bei Daimler-Benz in Aachen gearbeitet, von wo er viele Ideen nach Franken mitbrachte, die in das neue Konzept der Erwin Hymer World mit einflossen. Er selbst bezeichnet sich als leidenschaftlichen Caravaner, der vor neun Jahren zum ersten Mal mit seiner Familie im Wohnmobil in den Urlaub aufbrach. Die Unabhängigkeit, Freiheit und Individualität, die man in einem Wohnmobil erlebt, könne keine andere Reiseform bieten, ist er überzeugt: „Man steigt ein und ist sofort im Urlaub.“

Die Neueröffnung der Erwin Hymer World ist für Donnerstag, 2. Juli, geplant. In der Begrüßungswoche vom 3. bis 11. Juli, die mit vielen Aktionen gespickt ist, können sich Besucher über das Angebot informieren. Für Unterhaltung und Verköstigung ist an allen Tagen gesorgt.

Erwin Hymer Gruppe

Der aus Schwaben stammende Erwin Hymer galt als einer der Pioniere in der Caravaning-Branche. Der vor zwei Jahren verstorbene Gründer des nach ihm benannten Unternehmens entwickelte in den 1950er Jahren den Prototypen eines Caravans, wenig später folgten die ersten Wohn- und Reisemobile.

In den folgenden Jahrzehnten erweiterte er sein Unternehmen stetig und kaufte zahlreiche andere Marken zu. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 4000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. rödi

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