Kürnach

"Die Erinnerung an die Vergangenheit ist immens wichtig"

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Kameraden- und Soldatenvereins in Kürnach wurde am Kriegerdenkmal an die gefallenen der Kriege und des Vereins und zur Mahnung für dauerhaften Frieden gedacht. Der Präsident des Bayerischen Soldatenbundes 1847 e.V., Richard Drexl, Bürgermeister Thomas Eberth und Vorsitzender Peter Ockfen legten einen Kranz nieder. Foto: Matthias Demel

Bei strahlendem Sonnenschein malten die unterschiedlichen Uniformen der Traditionsverbände anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Kameraden- und Soldatenvereins in Kürnach schöne Bilder. Besonders die Husaren aus Ungarn zeigten ihre Husarenuniform aus der Vergangenheit. Genau diese Vergangenheit betonte Vorsitzender Peter Ockfen bei der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal in Kürnach, wie es in einer Pressemitteilung der Gemeinde heißt.

„Als Erinnerung an den Krieg und als Mahnung für die Gegenwart, für dauerhaften Frieden, gedenken wir den gefallenen Soldaten und den Opfern von Krieg, Terror und Vertreibung“, so der Vorsitzende. Beim guten Kameraden und dem Ehrensalut wurde auch an die Verstorbenen des Kameraden- und Soldatenvereins erinnert. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Soldatenbundes 1847, Richard Drexl, legte Bürgermeister Thomas Eberth, Vorsitzender Peter Ockfen und die ungarischen Husaren einen Kranz nieder.

MdL Manfred Ländner, Bürgermeister Thomas Eberth, Peter Ockfen und Lazio Kiss wurden vom Kreisvorsitzenden Rainer Schmitt für die Verdienste um den KSV und die Völkerverständigung in Europa ausgezeichnet. Foto: Matthias Demel

Aktiver KSV

Beim anschließenden Festabend im Alten Rathaus erinnerte der Vorsitzende Peter Ockfen an die vielen Aktivitäten des Vereins. So war der KSV beispielsweise der Veranstalter zahlreicher Faschingsbälle und Kappenabende mit einem eigenen Männerballett. Außerdem feierte er große Feste am Bauhof der Gemeinde Kürnach und begründete die Wald- und Flurreinigung. Wichtigste Aufgabe ist aber die Pflege von Kontakten zu Reservisten und der Kameradschaft zu ehemaligen Bundeswehrsoldaten. Dabei unterstützt der KSV den Volkstrauertag und beteiligt sich an der Sammlung der Kriegsgräberfürsorge.

Mit dem Umbau des ehemaligen Schwesternhauses zum Haus der Vereine habe der Verein optimale Vereinsräume erhalten und veranstaltet den Biergartenbetrieb. In den letzten Jahren wurde der Mitgliederstand ausgebaut und auch die europäischen Freundschaften mit verschiedenen Traditionsverbänden wurden weiter ausgebaut. Höhepunkt dabei war der Besuch von Österreich, Ungarn und Rumänien, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Dank des Bürgermeisters

Bei seinen Gratulationsworten bedankte sich Bürgermeister Eberth für die zahlreichen Aktivitäten des Vereins, stellte aber auch die kritische Frage, ob es Kameraden- und Soldatenvereine in der heutigen Zeit noch braucht. Die Antwort gab er sich selbst: „Gerade in einer Zeit voller Wohlstand und Frieden ist die Erinnerung an die Vergangenheit immens wichtig. Daher hat der Kameraden- und Soldatenverein an seiner Bedeutung und an seinem Kampf für eine wehrhafte Demokratie nichts verloren“. Er wünschte sich, dass das Thema Sicherheit, Landesverteidigung und der Umgang mit Kameradschaft und Treue auch heutzutage diskutiert wird. Auch der Präsident des Bayerischen Soldatenbundes sowie der Präsident des Freundeskreises der Hoch- und Deutschmeister, Martin Wiegand, erläuterten die Bedeutung der Reservistenkameradschaften und Soldaten- und Kameradenvereine in Bayern und Deutschland. Auch sie wünschten dem Verein viele engagierte Mitglieder und allseits die Bereitschaft für eine gute Sache einzustehen.

Höhepunkt war die Ehrung der verschiedenen Mitglieder sowie die Überreichung verschiedenster Orden für wichtige Dienste um den Verein und um Europa. Auch Landtagsabgeordneter Manfred Ländner wurde für seine langjährige Mitgliedschaft im Verein geehrt und er lobte das eher ungewöhnliche Engagement für die Umwelt, das bereits vor 30 Jahren mit der ersten Waldreinigung startete.

Joachim Ockfen (Mitte) wurde für die Verdienste um die deutsch-ungarische Freundschaft zum Ehrenhusaren ernannt. Foto: Matthias Demel

Ockfen ist Ehrenhusar

Die ungarischen Husaren (Vitez Mikecz Kalman Husaren) hatten sich als Geschenk etwas Besonderes einfallen lassen. Joachim Ockfen wurde zum Ehrenhusar ernannt. Dabei musste er sich der Husarentradition folgend auf einen Reitsattel legen und wurde von allen Husaren mit dem Traditionsschwert auf das Hinterteil geschlagen. Bei jeweils drei Schlägen der anwesenden Husaren wurden dem Ehrenhusar drei Wünsche mit auf den Weg gegeben. Mit leichten Schmerzen am Po, aber glücklich, nahm Ockfen diese Ehrung entgegen. Der Abend endete nach vielen Bildern, zusammengestellt von Klaus Krüger, mit Gesprächen über die vielen Erinnerungen und dem Bewusstsein dass der KSV weiterhin eine wichtige Rolle im Dorfgeschehen der Gemeinde Kürnach spielen soll, heißt es zum Abschluss der Mitteilung.

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