WÜRZBURG

Die Geschichte der Würzburger Waschschiffe

Die Geschichte der Waschschiffe ist lang, die Geschichte der Sanierungsversuche nicht minder. Anfang des vergangenen Jahrhunderts ankerten über zehn Schiffe am Mainufer, wo die „Waschweiber“ die Wäsche schrubbten. Waschmaschinen und verschmutztes Mainwasser setzen dieser Reinigungsart in den 60er Jahren ein Ende.

Vor 15 Jahren endete die Traditionspflege

Der Main-Franken-Kreis zeigte später bei seinen Kranenfesten auf dem vermeintlich letzten Waschschiff, wie hart die Arbeit der Waschfrauen war. 2002 endete die Traditionspflege: Das sanierungsbedürftige Schiff wurde aus dem Wasser gehievt, sollte überholt werden und vier Jahre später wieder im Main schwimmen. Für die auf 10 000 Euro taxierte Sanierung wurden Spenden gesammelt, doch es passierte nichts. Das Schiff blieb auf dem Trockenen im städtischen Bauhof in der Aumühle, wo es vor sich hin rostete und noch heute liegt.


Vor drei Jahren brachten zwei Schüler des Deutschhaus-Gymnasiums die Diskussion wieder in Gang, als sie für einen Geschichtswettbewerb auf Waschschiff-Spurensuche gingen. Im Rathaus zeigte man plötzlich wieder Interesse. Nicht zuletzt wegen der schon seinerzeit ungeklärten Standortfrage, passierte weiterhin nichts.

Ein Waschschiff für 5000 Euro

In Heidingsfeld „tauchte“ im Herbst 2012 ein weiteres Waschschiff auf, das im städtischen Gartenamt „gestrandet“ war. Wenig später bot der nach Eibelstadt vertriebene Würzburger Yacht-Club der Stadt das frühere Zellerauer Waschschiff an, das der Club als Bootssteg genutzt hatte. Da es das am besten erhaltene der Waschschiff-Flotte war, erstand es die Stadt für 5000 Euro. Seitdem liegt es auf dem Gelände der Hafen GmbH und wartet darauf, schwimmend oder liegend zum Denkmal abzulegen. how/ella

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