Würzburg

Die SPD sagt "Ja zum Wahlkampf"

Welche Probleme die Würzburger OB-Kandidatin und SPD Listenführerin Kerstin Westphal als erstes angehen will.
Als OB-Kandidatin und Spitzenkandidatin für den Würzburger Stadtrat tritt Kerstin Westphal für die SPD bei den Kommunalwahlen 2020 an. Foto: Patty Varasano

Im Interview spricht die OB-Kandidatin und Listenführerin Kerstin Westphal über die Themen, mit denen die SPD bei der Stadtratswahl 2020 punkten will. 

Frage: Wohnen Sie jetzt eigentlich schon in Würzburg?

Kerstin Westphal: Nein, ich suche. Wenn Sie eine Wohnung wissen …

Was meinen Sie: Fürs Lösen welcher drei Probleme braucht Würzburg Sie am meisten?

Westphal: Stadtentwicklung ist das eine. Hier gibt es Brachflächen, die du wirklich weiterentwickeln musst.

Zum Beispiel?

Westphal: Die Faulenberg-Kaserne, aber auch das Kreiswehrersatzamt (in Heidingsfeld, d. Red.). Die muss man jetzt angehen. Das hätte schon lange passieren müssen. Gewerbe auf der einen Seite, und Kultur, da kann man ganz viel machen. Das andere große Feld ist bezahlbarer Wohnraum. Das ist ein sehr europäisches Thema, es knallt uns überall vor die Füße. Es gibt Menschen, die 40 Stunden die Woche arbeiten und sich trotzdem keine Wohnung leisten können. Was mir auch sehr am Herzen liegt, ist der Klimawandel, die Mobilitätswende.

Was kann die Stadt da machen?

Westphal: Warum die Straßenbahn zum Beispiel bislang so stiefmütterlich oder -väterlich behandelt worden ist, ist mir nicht einsehbar. Da müssen wir ein ganzes Stück vorangehen. Das Radwegenetz muss entsprechend ausgebaut werden, die Park-und-Ride-Systeme müssen zwischen Stadt und Land umgesetzt werden. Und es gibt so viele Städte, in denen der Klimanotstand ausgerufen worden ist und ich glaube, so weit weg davon sind wir hier auch nicht. Dazu muss es nicht kommen, da muss jetzt die Wende kommen.

Die SPD stimmte im Bundestag gegen das Ausrufen des Klimanotstandes.

Westphal: Naja, aber nichtsdestotrotz! Wir haben in Würzburg die Kesselsituation, das heißt, das merkt ja jeder einzelne Mensch, der hier wohnt. Da muss eine Kommune dagegen angehen.

Ihre Mitwerber sind tiefer in Würzburg verankert und vernetzt als Sie. Wie wollen Sie das aufholen?

Westphal: Erstens habe ich hier in Würzburg über zehn Jahre gelebt. Da habe ich ein Netzwerk aufgebaut, auf das ich zugreifen kann. Und ich nehme für mich in Anspruch, dass ich zuhören kann und dass ich auf die Menschen zugehe. Das ist entscheidend.

In den vergangenen Wahlen ging es arg darnieder mit der SPD, auch in Würzburg. Wie wollen Sie denn das Ruder herumreißen?

Westphal: Deswegen treten wir ja mit einem Superteam an.

Das sagen die anderen von ihren Teams auch.

Westphal: Ja, gut. Der entscheidende Punkt ist, dass wir eine Liste haben, die wirklich alle Bevölkerungsgruppierungen abbildet, mit vielen jungen Menschen. Der Wille, siegen zu wollen, das Ja zum Wahlkampf und der Wille zu Veränderungen für die Bürgerinnen und Bürger, das ist es, was uns ausmacht.

Rückblick

  1. Kolumne zur Wahl: Wenn der Kandidat morgens an der Haustür klingelt
  2. Kommunalwahl 2020: Tausende Wähler wollen Kandidaten in Unterfranken live erleben
  3. Trotz Politisierung: Warum nur wenige junge Leute in die Kommunalpolitik gehen
  4. Podiumsdiskussionen in Höchberg und Lohr
  5. Dieser Bürgermeister ist bald der dienstälteste in Mainfranken
  6. Friedel Link: Dienstältester Bürgermeister in Mainfranken: Bleibt er 42 Jahre im Amt?
  7. Kolumne: Wenn CSU-Funktionäre brechen müssen
  8. Kommunalwahl: So füllen Sie die Stimmzettel richtig aus
  9. Kolumne zur Wahl: Tritt die SPD wieder mit Rosenthal an?
  10. Was passiert, wenn auf dem Stimmzettel kein Kandidat steht
  11. Live: Wahlforen in Schweinfurt, Bad Neustadt und Dettelbach
  12. Oberbürgermeisterwahl 2020: Wer kandidiert in Schweinfurt?
  13. Czygan wählt: Wo der Stadtratskandidat für seine Kneipen wirbt
  14. Übersicht und Liveblog zur Kommunalwahl 2020 in Unterfranken
  15. Czygan wählt: Wo Pommes und Iron in den Gemeinderat wollen
  16. Liveblog: Was Sie zur Kommunalwahl 2020 wissen müssen
  17. Unterfranken: In Breitbrunn will niemand Bürgermeister werden
  18. Kommunalwahl: Frauen scheitern oft, weil Frauen sie nicht wählen
  19. Herr Czygan wählt: Wenn der Stadtrat an der Gitarre reimt
  20. Neu: Newsletter "Czygan wählt" zur Kommunalwahl
  21. Herr Czygan wählt: In neun Wochen ist schon Kommunalwahl in Bayern
  22. Kommunalwahl 2020: Diese Unterfranken wollen Rathäuser und Landratsämter erobern
  23. Kommunalwahl: So funktioniert die Briefwahl
  24. Kommunalwahl: Was heißt Panaschieren, Kumulieren und Listenwahl?
  25. Bürgermeister: Unterschiede zwischen Ehrenamt und Hauptamt
  26. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen 2014 in Unterfranken
  27. Das müssen Sie wissen: die Kommunalwahlen in Bayern 2020
  28. Wenn im Stadtrat viele Parteien sitzen: Chance oder Risiko?
  29. Nach dem Sieg von Christian Keller: CSU im Freudentaumel 
  30. Warum Lisa Krein Bürgermeisterin in Schwanfeld werden will
  31. Marion Frischholz will Marktbreiter Bürgermeisterin werden
  32. Weber: Keine Unterstützung der Würzburger Liste für Schuchardt
  33. Hammelburg: Warmuth stellt sich für weitere Amtszeit zur Wahl
  34. Willi Dürrnagel kehrt der Würzburger CSU-Fraktion den Rücken
  35. Kissinger CSU: Auch Gerhard Schneider kann OB-Kandidat werden
  36. Holger Laschka ist nun offiziell grüner OB-Kandidat
  37. Verkehrswende: Steht Würzburg vor einem neuen Bürgerentscheid?
  38. Erfolgreiches Kandidaten-Casting für Bürgermeisterwahl
  39. Bürgermeister-Wahl: Ein Gegenkandidat aus den eigenen Reihen
  40. OB-Wahl Würzburg: Fraktionen wollen Schuchardt nominieren
  41. OB-Wahl in Schweinfurt: Marietta Eder tritt für die SPD an
  42. Kreistagsliste: SPD setzt auf neue Gesichter
  43. OB-Kandidatur: Mehrere Bewerber bei der Bad Kissinger CSU
  44. So tickt der erste grüne Landrat in Unterfranken
  45. Bürgermeisterwahl: Keine gemeinsame Podiumsdiskussion
  46. Burkardroth: Warum Bugs Wahlerfolg in Bayern einzigartig war
  47. AfD gründet eigenen Kreisverband Kitzingen
  48. Eberth: "Ich will künftig nicht nur den Kürnachern dienen"
  49. CSU im Landkreis Würzburg: Thomas Eberth soll Landrat werden
  50. Bad Kissingen: Landrat Thomas Bold tritt 2020 wieder an

Schlagworte

  • Würzburg
  • Wolfgang Jung
  • Bürger
  • Deutscher Bundestag
  • Heidingsfeld
  • Kerstin Westphal
  • Kommunalwahlen
  • Kreiswehrersatzamt
  • SPD
  • Stadtentwicklung
  • Straßenbahnen
  • Städte
  • Wahlen
  • Wahlkampf
  • Wohnbereiche
  • Wohnen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!