REICHENBERG

Die Spuren des Vaters in der Fremde

Reichenbergs Ehrenbürger Wolfgang Schindler (1922–2006) war als junger Mann Kriegsgefangener in England. Dort begab sich jetzt sein Sohn auf Spurensuche.
Stellvertretender Lagerleiter: Eines der wenigen Bilder aus seiner Gefangenschaft in England zeigt Wolfgang Schindler im Alter von 25 Jahren beim Schreiben. Foto: Foto: Archiv Schindler
Vor 70 Jahren kehrte der gebürtige Würzburger und spätere Reichenberger Ehrenbürger Wolfgang Schindler aus der Kriegsgefangenschaft in England nach Hause zurück. Sein Sohn, der Journalist Holger Schindler (62), erkundete im Sommer dieses Jahres vor Ort, wie sein Vater in England gelebt hat – hier der Bericht: Eardisley, ein englisches 600-Seelen-Dorf auf der Höhe von Birmingham. Der Wind bläst kräftig, Baumriesen wiegen und biegen sich. Es ist eine abgelegene Gegend an der Grenze zu Wales. Von der Schulbank in den Krieg geschickt Am 13. März 1946 steigt Wolfgang Schindler hier mit anderen deutschen ...