VEITSHÖCHHEIM/VOLKACH

Die Zwetschge, ein fränkisches Leitprodukt

Was haben Schokolade, Essig und Bratwurst gemeinsam? Nicht nur die regionale Herkunft der Rohstoffe und echte Handwerkskunst in der Herstellung, sondern eine ganz besondere Zutat: die Zwetschge! Die Fränkische Zwetschge blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Jetzt zeigt sie sich – verpackt in zwölf innovativen Zwetschgen-Produkten – von einer ganz neuen Seite, berichtet die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in einer Pressemitteilung.

Wie die Zwetschge, die von Alexander dem Großen aus dem asiatischen Raum nach Persien gebracht worden sein soll, ihren Weg nach Franken fand, ist nicht überliefert. Aber Karl der Große war es schließlich, der den Zwetschgen-Anbau förderte. „Es waren Visionäre mit Geschmack, die den Grundstein für das Zwetschgenland Franken legten“, so LWG-Präsident Hermann Kolesch, bei einer Produktpräsentation in Volkach. Gerade auf den Böden Frankens fühlen sich die Zwetschgenbäume besonders wohl. Kein Wunder also, dass sich über 80 Prozent der bayerischen Zwetschgen-Anbauflächen in Franken befinden.

Doch die einst imposanten Baumbestände wurden durch Frost, Krankheiten und aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit erheblich dezimiert. So sind von den einst großen Zwetschgen-Anbauflächen heute in Franken gerade einmal noch 360 Hektar übrig, die erwerbsmäßig bewirtschaftet werden. Im Rahmen des Projektes „Inwertsetzung der Fränkischen Zwetschge“ wurden in Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern gänzlich ungeahnte Talente der Zwetschge ans Tageslicht gebracht. „Dabei herausgekommen sind einzigartige, teilweise noch nie da gewesene Geschmackserlebnisse, die Franken neben dem Wein künftig ein weiteres Leitprodukt verschaffen könnten“, freute sich Professor Richard Balling vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium.

Mit der Entwicklung der Produkte, an der neben Studenten der Hochschule Würzburg-Schweinfurt auch namhafte Sterneköche mitgewirkt haben, ist der erste Schritt nun abgeschlossen. Doch wie kommen die Kreationen beim Verbraucher an? Und haben Zwetschgen-Wurst, Zwetschgen-Senf, Zwetschgen-Essig oder Zwetschgen-Rub & Co. eine Zukunft? Die Antwort darauf werden in den nächsten Wochen die Konsumenten selbst geben. So sind die zwölf Zwetschgen-Produkte ab sofort an ausgewählten Verkaufsstellen zu erwerben und finden bei großer Nachfrage vielleicht zukünftig einen festen Platz neben dem Bocksbeutel.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht der Verkaufsstellen online unter www.lwg.bayern.de

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