Zell

Die neue Zeller Kita am Eli lebe hoch

Der zentrale Eingang der neuen Kindertagesstätte in der Falkenstraße.
Der zentrale Eingang der neuen Kindertagesstätte in der Falkenstraße. Foto: Jörg Rieger

Lange wird es nicht mehr dauern – und inmitten der Zeller Wohngebiete am Eli findet der Nachwuchs tagsüber ein zu Hause. Die neue Kindertagesstätte in der Falkenstraße soll bis September öffnen. Auf einem Baustellenfest haben kürzlich Eltern, Kinder und Nachbarn einen tieferen Eindruck von den Räumen erhalten. Holz spielt im Inneren eine große Rolle. Das konnten die Besucher sehen, riechen und fühlen.

Der Fachbegriff lautet Massivholzbau. "Das Holz an den Wänden bekommt noch eine naturbelassene Lasur ohne Chemie, bleibt ansonsten aber so wie es jetzt ist", erklärte Martin Dold. Der Architekt des Büros Dold+Versbach aus Gerbrunn erläuterte zudem anschaulich die Fußbodenheizung, das Lüftungsprinzip sowie die Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Demnächst wird auch noch der Boden und eine zweite Ebene in die Räume eingezogen. "Dann wird die Raumakustik richtig gut sein. Es wird alles vorhanden sein, was das Herz begehrt und die Pädagogik verlangt", sagte Dold.

Die einzelnen hohen Räume sind in vier zusammenhängenden Häuschen untergebracht, die jeweils einen anderen Farbanstrich bekommen. Die neue Kita wird zwei Krippen- und eine Kindergartengruppe beherbergen, was einer Betreuungsmöglichkeit von 49 Kindern entspricht. "Ein Anbau für eine weitere Kindergartengruppe ist möglich, falls sich ein höherer Bedarf abzeichnen sollte", erläuterte die Zeller Bürgermeisterin Anita Feuerbach.

Man sei im Zeit- und Kostenplan. Feuerbach zeigte sich zudem zufrieden, dass der Marktgemeinderat einen zentral angeordneten Mehrzweckraum genehmigt hat, der nicht gefördert wird. Insgesamt liegen die Baukosten bei circa 2,7 Millionen Euro. Bund und Freistaat übernehmen davon etwa 1,2 Millionen Euro.

Betreiber ist die Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe aus Würzburg. Deren Leiter Gunter Adams wünschte sich in seiner Ansprache eine gute Nachbarschaft zu den direkt angrenzenden Wohngebieten und verriet, dass er selbst vis-à-vis zu einer Kita wohnt. "Da ist immer etwas los. Das hält jung, und ein Kindergarten altert auch nicht, weil immer wieder Nachwuchs kommt." Adams verfolgt die Vision, dass die Kinder den Kita-Alltag aktiv mitgestalten dürfen – etwa beim Basteln, in der Werkstatt oder der Küche. Apropos: "Ich hätte nicht gedacht, dass es am schwierigsten ist, eine Fachkraft für die Essenszubereitung zu bekommen", sagte Adams und rief zu Bewerbungen auf.

Feuerbach machte darauf aufmerksam, dass das Grundstück zwischen den Baugebieten Eli-Süd und Eli-Nord in den Plänen frühzeitig als Kita-Fläche verankert worden sei. "Es wird auf dem Gelände auch wieder einen öffentlichen Außenbereich mit Spielplatz geben", so die Bürgermeisterin.

Und dann verfolgten die Besucher noch gespannt den Auftritt des Zimmerers Hermann-Josef Krebs aus Ebrach. Er schwang sich gekonnt auf einen Gerüstwagen, schenkte sich vorbildlich ein Sektglas mit Apfelschorle ein und verlas voller Eifer den Richtspruch. Die neue Kita am Zeller Eli – sie lebe hoch.

Sind mit dem Baustadium der neuen Zeller Kita am Eli zufrieden (von links): Daniel Kordmann, Martin Dold (beide Büro Dold+Versbach), Zimmerer Hermann-Josef Krebs, Gunter Adams (Leiter der Evangelischen Jugendhilfe), Bürgermeisterin Anita Feuerbach und Christian Öder (Geschäftsleiter des Marktes Zell).
Sind mit dem Baustadium der neuen Zeller Kita am Eli zufrieden (von links): Daniel Kordmann, Martin Dold (beide Büro Dold+Versbach), Zimmerer Hermann-Josef Krebs, Gunter Adams (Leiter der Evangelischen Jugendhilfe), Bürgermeisterin Anita Feuerbach und Christian Öder (Geschäftsleiter des Marktes Zell). Foto: Jörg Rieger

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