WÜRZBURG

Die wichtigsten Fakten zur Westumgehung

Sie soll wie eine Autobahn werden, und deshalb spaltet sie seit Jahren die Gemüter. Was Sie deshalb über die Westumgehung Würzburg wissen sollten.

Geplante Trasse der Westumgehung
Lange Zeit war unklar, wo genau die Westumgehung verlaufen soll. Seit Februar 2010 weiß man nun mehr. Foto: Grafik: Jutta Glöckner
Zweck

Die Westumgehung soll im Westen Würzburgs die Autobahnen A3 und A7 verbinden, um den Umweg über das Biebelrieder Kreuz oder die Abkürzung über den Mittleren Ring in Würzburg zu vermeiden. Noch wichtiger: Die autobahnähnliche Straße soll den westlichen Teil des Landkreises Main-Spessart mit Karlstadt als Zentrum zusätzlich erschließen und Ortsdurchfahrten wie im Werntal entlasten. Die Zentren Lohr und Gemünden sollen über Zubringer angeschlossen werden. Offiziell wird das Vorhaben Bundesstraße B 26 neu tituliert. Bundesstraße, weil die Trasse dann deutlich näher an Wohnbebauung gelegt werden kann als eine reine Autobahn.  

Größe, Kosten, Stand der Dinge

Geplant ist eine knapp 50 Kilometer lange und geschätzt 500 Millionen Euro (Stand: Ende 2010) teure "Autobahn" mit vier Fahr- und zwei Standstreifen. Das Raumordnungsverfahren ist abgeschlossen, es folgt die Planfeststellung. Experten können sich den Baubeginn für die neue Autobahn im Jahr 2020 vorstellen. Zwar ist der Abschnitt Karlstadt -Helmstadt (A 3) erst als "Weiterer Bedarf" im Bundesverkehrswegeplan. Auf Drängen der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Heidi Wright stellte das Verkehrsministerium in Berlin jedoch klar, dass das Projekt im nächsten Bedarfsplan (2015) auf gesamter Länge im "Vordringlichen Bedarf" ausgewiesen werden kann. Im Klartext: Wenn gebaut wird, dann die ganze Strecke.

Von wo nach wo

Anschlussstellen sind  an der A 7 (Würzburg - Kassel) bei Werneck und A 3 (Würzburg - Frankfurt) bei Helmstadt oder Kist (Autobahndreieck Würzburg-West) geplant. Die Streckenführung ist beim Staatlichen Bauamt Würzburg zu sehen. Die Trasse berührt die Orte Schraudenbach/Schwebenried, Arnstein-Ost/Schwebenried, Arnstein-West/Müdesheim, Karlstadt-Ost/Stetten, Duttenbrunn/Zellingen (alle Lkr. Main-Spessart) und Hettstadt/Waldbüttelbrunn (Lkr. Würzburg).




 

Dimension/Verkehr

Nach der Studie würden maximal 43.400 Fahrzeuge am Tag die neue Autobahn nutzen. Die A 3 würde dann um zirka 10 000 Autos entlastet. Relativ wenig angesichts der Prognose, wonach die Autobahn A 3 südlich von Würzburg im Jahr 2020 ohne Westumgehung bis zu 87 000 Fahrzeuge täglich bewältigen muss.

Kritik

Es werde zu viel Landschaft zerstört, die Region Main-Spessart sei jetzt schon ausreichend ans Autobahn-Netz angeschlossen: Das sind die Hauptargumente gegen die Westumgehung. Zu den Kritikern zählen unter anderem die Grünen, der Verkehrsclub Deutschland, einige Bürgermeister von Anrainer-Gemeinden und die FDP im Kreis Würzburg.

Rückblick

  1. Rupp: B26n ist lediglich ein überholtes politisches Konstrukt
  2. Hoffmann zu Karlstadt: Verkehr wird gekonnt vorbeigeführt
  3. 350 Menschen bei Protestspaziergang in Hausen gegen B26n
  4. B26n: Auch kritische Stimmen im Lohrer Stadtrat
  5. Entlastung Lohrs vom Verkehr unsicher
  6. BI gegen die B26n: „MSP-Politiker kaufen die Katze im Sack“
  7. Kommentar: Verkehrsplanung so formbar wie Knet
  8. Ziel für MSP: Straßenbauvorhaben sollen 2035 fertig sein
  9. B 26n bringt mehr Verkehr in die Bücholder Straße
  10. B 26n: Weiterführung bei Karlstadt zunächst vom Tisch
  11. Steinfelder Rat gegen B 26n: Unverständnis über Haltung Lohrs
  12. B26n-Gutachten: Gebietsverkehrswacht sieht sich bestätigt
  13. Karlstädter Stadträte stritten heftig über Verlauf der B26n
  14. MdL Celina: Prognosen weisen auf B26n als Transitstraße hin
  15. Scheiner: Zahlen belegen, dass B26n dem Landkreis nicht nutzt
  16. Bei der B26n zeitlich voll im Plan
  17. Verkehrschaos in Arnstein: Menschen leiden unter Belastung
  18. Bürgerinitiative: Noch immer alles offen in Sachen B26n
  19. B 26n: „Kein Ausbaubedarf für nachrangige Straßen“
  20. Bau der B 26n bleibt Zankapfel
  21. Verbindungsstraße durchs Buchental
  22. Kraftakt beim Straßenbau in den nächsten zwölf Jahren nötig
  23. Rund 16 000 Fahrzeuge täglich auf Ortsumgehung Karlburg
  24. Verschläft Karlstadt Mitsprache bei B 26n?
  25. B 26n: Trasse führt durchs Naturschutzgebiet
  26. Eck zu B26n: Baubeginn Ende 2019
  27. Straßenbauprojekte und ihre Auswirkungen auf den Landkreis
  28. Täglich sollen 10 000 Fahrzeuge hinterm Saupurzel rollen
  29. IHK drängt auf Bau der B 26n
  30. BI: Die B26n könnte trojanisches Pferd werden
  31. Höchste Priorität für die B 26n
  32. Alle Mittel gegen den Bau ausschöpfen
  33. B 26n: Beschwerde in Brüssel
  34. Bundesumweltamt: B 26n soll auf Streichliste
  35. B 26n: gegensätzliche Hoffnungen
  36. Verkehrswegeplan hat Umweltprüfung nicht bestanden
  37. Prioritäten beim Verkehr setzen
  38. B26n: Kritik an Straßenplanung
  39. Bundesverkehrswegeplan: Bürger können mitreden
  40. Verkehrswegeplan: Freud und Leid je nach Bedarf
  41. Hoffmann: Finanzierung der B 26n ist gesichert
  42. Neue Pläne: B26n hat kräftig abgespeckt
  43. Nach Mahnfeuern gegen B 26n: IHK reagiert
  44. Feuriger Widerstand gegen eine Westspange
  45. Vollbremsung bei der B 26n?
  46. Bürgerentscheid über Autobahnausbau in Würzburg
  47. A3-Ausbau: Bürgerentscheid voraussichtlich am 13.April
  48. B 26n: Privat gebaut und vom Staat gemietet?
  49. B 26n-Gegner sehen optimistisch in die Zukunft
  50. Neues Angebot steht im Raum

Schlagworte

  • Westumgehung Würzburg
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!