Würzburg

Die zehnten italienischen Filmtage in Würzburg 

Das Festival zeigt ab 8. November italienische Autorenfilme in Originalsprache. Zum Central-Kino auf dem Bürgerbräu-Gelände hat dieses eine ganz besondere Verbindung. 

Mit der Komödie "Come un gatto in tangenziale" beginnen die italienischen Filmtage in diesem Jahr. Foto: Kairos Filmverleih

Die italienischen Filmtage und das genossenschaftliche Central-Kino stehen in einer besonderen Beziehung zueinander. Einst führte eine bei denFilmtagen gestartete Initiative für ein Programmkino zur Entstehung des Central. Und dieses wurde vor acht Jahren auch mit den italienischen Filmtagen in der Mozartschule eröffnet. Mittlerweile ist das Central-Kino auf dem Bürgerbräu-Gelände beheimatet, wo es am Donnerstag 8. November, ein Jubiläum zu feiern gibt: Um 19 Uhr hebt sich zum zehnten Mal in Folge der Vorhang für  die Würzburger Italienischen Filmtage.

Diese dauern bis einschließlich Mittwoch, 14. November.  Das kleine Festival zeigt an sieben Tagen zehn italienische Filme, jeweils in Originalversion mit Untertiteln. Die Veranstalter versprechen, dass die Filmtage "wieder viel mediterranes Licht in den trüben Würzburger November bringen" werden.

Premiere war im kurz danach geschlossenen Corso-Kino 

Das "erprobt italophile Würzburger Cineasten-Publikum" werde  sich, wie jedes Jahr, einen breiten Einblick in die aktuelle Situation des italienischen Autorenfilms verschaffen können, heißt es in der Pressemitteilung. Veranstalter der künstlerisch ambitionierten Filmreihe ist der „Circolo culturale italo-tedesco“, hier in Gestalt von Richard Schwaderer und Antonino Pecoraro, in bewährter Zusammenarbeit mit Heidrun Podszus, der Chefin des Central.

Das erste italienischen Filmfestival wurde von Mitgliedern der Würzburger Filminitiative, die alljährlich das Internationale Filmfestival veranstaltet, ins Leben gerufen - allen voran Ornella Calvano und Berthold Kremmler.  Premiere war 2009 im kurz danach geschlossenen „Corso“-Kino in der Kaiserstraße. Dabei wurde die Unterschriftenaktion „Wir wollen ein Programmkino“ gestartet -die Initialzündung für die Entstehung des genossenschaftlich organisierten Programmkinos "Central".

Der Animationsfilm „Gatta Cenerentola“ bietet eine Mischung aus Märchenstoff und Science Fiction. Foto: missing films

Auch ein Fellini-Klassiker wird gezeigt 

Zu den Filmen: Am Eröffnungsabend der zehnten Filmtage lässt Regisseur Riccardo Milani mit seiner Komödie „Come un gatto in tangenziale“ in zwei konträre Familien blicken, die im bürgerlichen Zentrum der Metropole beziehungsweise in einer heruntergekommenen Mietskasernensiedlung leben. In „Fortunata“ wird die Geschichte einer alleinerziehenden Friseurin erzählt, die ihren Weg zur Selbstbestimmung sucht. In „L‘equilibrio“ fechtet ein Priester in Neapel seinen persönlichen Kampf mit der Camorra aus. Im Drama „Il colore nascosto delle cose“ durchleidet und überwindet eine blinde junge Frau den Bruch einer Liebesbeziehung.

Für Liebhaber exzentrischer Filme sind das schrille Gangsta-Musical „Ammore e malavita“ und der Animationsfilm „Gatta Cenerentola“, eine Mischung aus Märchenstoff und Science Fiction, geboten. Für die Freunde klassischer italienischer Filmkunst gibt es einen Fellini, nämlich „Otto e mezzo“, die berühmte filmische Reflexion des Maestro über die Welt des Kinos.

Und angesichts der Tatsache, dass vor einigen Monaten Würzburg und Syrakus offiziell ihre Freundschaft besiegelt haben, wird Giuseppe Tornatores Film „Malena“ gezeigt, der neben der schönen Hauptdarstellerin Monica Bellucci dem Festivalbesucher  auch die Schönheiten der weit über zweitausend Jahre alten sizilianischen Stadt vor Augen führt.

Das Programm
Am Donnerstag, 8. November: 19 Uhr Eröffnungsveranstaltung; 20.30 Uhr Come un gatto in tangenziale.  
Freitag 9. November: 18 Uhr Tutto quello che vuoi; 20 Uhr Ammore e malavita; 22.15 Uhr Gatta cenerentola.
Samstag, 10. November: 16 Uhr Fortunata, 18 Uhr Il colore nascosto delle cose; 20.15 Uhr Come un gatto in tangenziale; 22 Uhr Ammore e malavita.
Sonntag, 11. November: 11 Uhr Fellinis 8½; 14 Uhr Gatta cenerentola; 16 Uhr Malèna; 18.15 Uhr Fortunata; 22 Uhr Gatta cenerentola.
Montag, 12. November: 18.15 Uhr Taranta on the road; 20 Uhr Il colore nascosto delle cose:
Dienstag, 13. November: 18.15 Uhr L‘equilibrio; 20 Uhr Tutto quello che vuoi.
Mittwoch, 14. November: 21 Uhr L‘equilibrio.

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