Margetshöchheim

Digitale Öffentlichkeitsarbeit vorantreiben

Endlich eine schnelle Lösung für das jahrelange Spielplatz-Problem – das war in der September-Sitzung das Ansinnen der MM, als sie beantragte, das Gelände an der Spargelhütte / Ecke St2300 als mögliche Spielfläche zu erwägen. Der Antrag wurde abgelehnt, um bessere Optionen zu prüfen: neben der Schule oder am bestehenden Kindergarten. Mit dem Grundstückseigentümer neben der Schule gab es aber keine Einigung.

In der jüngsten Sitzung kristallisierte sich also schnell heraus, dass der Zeilweg-Spielplatz im Bestand der Kita gebaut werden soll. Wenn da nur nicht deren Sanierung und Erweiterung 2020 anstünde. Und so wurde aus einer vermeintlich einfachen Lösung eine ziemlich komplizierte Angelegenheit.

Einigen konnte sich der Gemeinderat darauf, die Spielplatz-Planung am bestehenden Standort Kita beizubehalten und den Grundsatzbeschluss für Januar vorzubereiten. Dafür wird der Bereich geräumt (mit Erhalt der Bäume), ein Höhenaufmaß durchgeführt und der Spielbereich markiert. Auch werden die Fachaufsicht im Landratsamt, Ursula Bördlein, sowie die Leitung der Kita miteinbezogen.

Doch 2020 soll auch die Kita-Sanierung angegangen werden, daher ist jetzt nicht klar, ob die Fläche für den geplanten Spielplatz erstmal für die Baumaßnahmen freibleiben muss und ob der Platz bei einer Kita-Erweiterung überhaupt reicht. Dann gab Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) auch noch bekannt, dass Anfang 2020 wohl das Klostergelände im Altort gekauft werden kann – und so kam in der SPD-Fraktion wieder die Frage auf, ob man dann nicht das Kloster zur Kita umbauen wolle. Ob das die Räumlichkeiten sowie die Verträge mit der Diözese, die sich laut Bürgermeister ein "kirchlich-weltliches Zentrum" wünscht, überhaupt hergeben, ist fraglich und muss erst geprüft werden.

Sicher ist auch, dass im Ort teilweise rücksichtslos gerast wird. Als besonders gefährdete Punkte gelten die Straßen an Schule und Ärztehaus. Die Gemeinde will gegen die Raser vorgehen und erwägt, eine mobile Verkehrsüberwachung durchzuführen. Jetzt sollen die Kosten für zwei Messgeräte in Erfahrung gebracht und auch eine Fachfirma kontaktiert werden. Erlabrunn hat inzwischen eine systematische Verkehrsüberwachung mit einer Fachfirma eingeführt, berichtete Brohm, allerdings koste diese rund 25 000 Euro im Jahr. Ob diese Option auch für Margetshöchheim sinnvoll wäre, will der Gemeinderat noch überlegen.

Größten Anklang fand der Antrag der SPD, die digitale Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde voranzutreiben. Ähnlich dem Veitshöchheim-Blog von Dieter Gürz, soll ein Margetshöchheimer Blog ins Leben gerufen werden, der den Bürgern schnell und unkompliziert die Möglichkeit bietet, sich tagesaktuell, objektiv und wertneutral zu informieren.

SPD-Gemeinderätin Daniela Kircher begrüßte die Idee als "längst überfälligen Schritt im Zeitalter der Digitalisierung". Der Blog soll mit der Gemeinde-Homepage verlinkt, aber unabhängig sein. Jetzt muss nur noch jemand gefunden werden, der den Blog betreibt. Die Stellenanzeige wird demnächst veröffentlicht.

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