LEINACH

Dorfladen soll versorgen und integrieren

Rohbau für den Leinacher Dorfladen: Schon im Herbst soll die Bevölkerung durch ein Pilotprojekt der Arbeiterwohlfahrt hier ihre Einkäufe für den täglichen Bedarf erledigen können.
Rohbau für den Leinacher Dorfladen: Schon im Herbst soll die Bevölkerung durch ein Pilotprojekt der Arbeiterwohlfahrt hier ihre Einkäufe für den täglichen Bedarf erledigen können. Foto: Herbert Ehehalt

Ein Pilotprojekt plant der den Bezirksverband Unterfranken der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im künftigen Dorfladen in Leinach. Auch Menschen mit Behinderung sollen hier Arbeit finden.

Bei einer Informationsveranstaltung in der Leinachtalhalle stellten neben Bürgermeister Uwe Klüpfel auch die Betreiber und Lieferanten Hintergründe des bisher einzigartigen Konzepts der Einrichtung zur Daseinsvorsorge vor.

Neben jungen Familien fehlt es vor allem der 60-Plus-Generation im Leinachtal bisher an Möglichkeiten zum Einkauf für Artikel des täglichen Bedarfs. Entsprechend stark war auch diese Altersgruppe mit rund einhundert Besuchern bei der Informationsveranstaltung über den Dorfladen vertreten.

Mit der Eröffnung des Dorfladens wird der Ort an Attraktivität gewinnen, ist Bürgermeister Uwe Klüpfel samt Gemeinderat überzeugt. Deshalb investiert die Gemeinde auch in den Bau des Gebäudes. Im Augenblick wird am Rohbau gearbeitet. Die Eröffnung ist noch in diesem Jahr im Herbst geplant. Die Lieferanten und Betreiber stehen aber schon in den Startlöchern.

Der Leinacher Dorfladen soll etwas Besonderes werden. Am Betreiberkonzept sind die AWO, die Lebensmittelkette „tegut“ und die Rimparer Metzgerei Hollerbach gemeinsam beteiligt.

Derzeit laufen die Bauarbeiten für das künftige Einkaufsdomizil im Leinachtal. Auf einer Gesamtfläche von 410 Quadratmeter entsteht ein Gebäude mit 300 Quadratmeter Grundfläche für den Dorfladen. Auf etwa 40 Quadratmetern wird darin durch die Metzgerei Hollerbach das Fleisch- und Wurstangebot abgedeckt, während die Lebensmittel und Backwaren im Vollsortiment durch die Lebensmittelkette „tegut“ angeboten werden. „Lädchen für alles“ nennt sich eine neue tegut-Unternehmensstrategie, mit der sich die Lebensmittelkette neben 320 Märkten bereits in elf Lädchen vor allem in Süd-Hessen und Nord-Bayern im ländlichen Raum etablierte. Für den Inhaber der Metzgerei Hollerbach, Rudi Hollerbach ist die Beteiligung am Leinacher Dorfladen genauso neu und ungewohnt wie für die AWO.

Diese stellt in einem Pilotprojekt als Betreiber des Dorfladens den Filialleiter und dessen Stellvertreter. Unter der Betreuung des Integrationsfachdienstes sollen darüber hinaus drei bis vier Beschäftigte mit Behinderung im Dorfladen angestellt sein, die dabei in den Arbeitsprozess integriert werden sollen.

Für Thomas Geuppert, AWO-Bereichsleiter für Behinderten-Integration, wird der gewünschte gegenseitige Kontakt von Menschen mit Behinderung mit der Bevölkerung eine spannende Angelegenheit. Doch während vielerorts von Inklusion gesprochen wird, soll sie im Leinacher Dorfladen nach Absicht aller Beteiligter praktiziert werden.

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