UNTERPLEICHFELD

Eck: Umgehung nicht realistisch

Thema Ortsdurchfahrt: (von links) Manfred Ländner, Helmut Scholz, Peter Wagner, Fredy Arnold, Staatssekretär Gerhard Eck, Michael Fuchs und Konrad Schlier diskutierten über die B 19, die durch Unterpleichfeld und Bergtheim führt und ausgebaut wird. Foto: Werner Wunderling

Die Bundesstraße 19 zwischen dem Autobahnanschluss der A 7 in Estenfeld und Werneck ist zurzeit Gesprächsthema im nördlichen Landkreis. nach der schlechten Nachricht aus München, dass die Staatsregierung für eine Machbarkeitsstudie kein Geld ausgeben werde, hat jetzt auch Staatssekretär Eck bei einem Besuch im Unterpleichfelder Rathaus deutliche Worte gefunden. Man solle den Menschen nichts unrealistisches versprechen – eine Umgehung sei in den nächsten 20 bis 30 Jahren nicht realistisch.

Dass in diesem Jahr die Ortsdurchfahrt in Unterpleichfeld und im nächsten Jahr die Ortsdurchfahrt in Bergtheim ausgebaut wird, ist bekannt. Im Zuge dieser Ausbaumaßnahmen sollen in Abstimmung mit den Gemeinden und Anwohnern Verbesserungen durchgeführt werden. Vor allem dem Schwerlastverkehr sollen Abkürzungen über die Bundesstraße, an der keine Maut verlangt wird, unattraktiv gemacht werden. An oberster Stelle steht die Sicherheit der Fußgänger.

Bei einem Treffen im Unterpleichfelder Rathaus haben Staatssekretär Gerhard Eck aus dem Innenministerium und Michael Fuchs, Leiter des Straßenbauamts Würzburg, den Bürgermeistern Fredy Arnold und Konrad Schlier den Planungsstand der Ausbaumaßnahme vorgestellt. CSU-Landtagsabgeordneter Manfred Ländner erklärte in einer Pressemitteilung den Sachstand und das Ergebnis des Gesprächs.

Die Ortsdurchfahrten der B 19 nördlich von Würzburg soll zwischen Estenfeld und Werneck insgesamt verbessert werden, erklärte Staatssekretär Gerhard Eck. Beide Ortsdurchfahrten erhalten lärmmindernden Fahrbahnbelag.

Angedacht sind Gehwege mit Hochborden, Gehweggeländer an Teilabschnitten sowie der Umbau von Kreuzungsbereichen. „Für verkehrsdämpfende Maßnahmen darf es keine Denkverbote geben“, so Eck. Vor allem für den überregionalen Lkw-Verkehr soll die B 19 als Abkürzungsstrecke unattraktiv werden. „In diesem Zusammenhang müssen die politischen Bemühungen für eine 'Vermautung' der B19 weiter laufen“, ist die Meinung des Landtagsabgeordneten Manfred Ländner.

„Wir können den Menschen nicht Dinge versprechen, die nicht haltbar sind.“
Staatssekretär Gerhard Eck

Sollten parallel laufende Erschließungsplanungen der Gemeinden erfolgreich sein, ist in Unterpleichfeld am Ortseingang aus Richtung Würzburg und in Bergtheim, am Ortseingang aus Richtung Schweinfurt sogar der Bau eines Kreisverkehrs möglich.

Als nicht zielführend bezeichnet Eck die derzeit geführte Diskussion um eine großräumige Umgehungsstraße. „Wir können den Menschen nicht Dinge versprechen, die nicht haltbar sind. Realistisch ist eine Umgehung in den nächsten 20 bis 30 Jahren nicht umsetzbar“, räumt der Staatssekretär ein.

Die ursprünglich vorgesehene Trassenführung ist aufgrund baulicher Entwicklung in den Gemeinden nicht mehr zu verwirklichen. Der für die Umgehung notwendige groß angelegte Eingriff in die Landschaft der fränkischen Platte mit fruchtbarsten Böden, Hamsterpopulation und Naturflächen werde auf Widerstände stoßen.

„Die Umgehung im Hinterkopf zu behalten, aber zügig Verbesserungen für die Menschen zu erreichen, das muss das Ziel der Bemühungen sein“, sind sich Staatssekretär Eck und Landtagsabgeordneter Ländner einig.

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