Helmstadt

Edgar Martin: Wie er den Markt Helmstadt am Laufen halten will

Seit zwölf Jahren lenkt der gelernte Landwirt die Geschicke der Gemeinde. Er will das weiter tun – ab 2020 dann offiziell hauptamtlich – und Begonnenes zu Ende bringen.
Edgar Martin, Helmstadts amtierender Bürgermeister, tritt zur Kommunalwahl 2020 erneut an. Die Initiative Demokratischer Bürger hat ihn nominiert. Foto: Mechtild Buck

"Eine Gemeinde kann man ein bisschen wie eine Maschine oder ein Auto betrachten", sagt Bürgermeister Edgar Martin. "Sie funktioniert nur, wenn alle Teile funktionieren." Und so wie bei einem Auto die einzelnen Elemente wie Motor, Kühlung, Batterie intakt sein müssen, um fahren zu können, gehörten in der Gemeinde zum Beispiel das Wasser- und Abwassersystem, die Straßen, die Dorfbeleuchtung und vieles mehr dazu, um diese am Laufen zu halten.

Die Gemeinde Helmstadt am Laufen halten will Edgar Martin auch in den kommenden sechs Jahren, erklärt er im Gespräch mit der Redaktion. Der amtierende ehrenamtliche Bürgermeister tritt als Bürgermeisterkandidat für die IDB (Initiative Demokratischer Bürger) an. Sollte er wiedergewählt werden, wäre das seine dritte Amtsperiode. Sein Gegenkandidat ist Tobias Klembt, aufgestellt vom CSU-Ortsverband. Die freie Bürgergemeinschaft Helmstadt-Holzkirchhausen tritt in dieser Periode nicht an. Eine wesentliche Neuerung gibt es: In Zukunft wird das Bürgermeisteramt hauptberuflich ausgeübt.

Neun Kandidaten auf der Gemeinderatsliste der IDB

Auf der Kandidatenliste der IDB für den Gemeinderat stehen neun Personen: Edgar Martin, Joachim Endres, Bernd Schätzlein, Kurt Scheder, Stefan Bauer, Ottmar Kneucker, Bernd Mattke, Heinz Menig und Petra Schuck. "Ich sehe den Gemeinderat als Team, das zusammenarbeitet, um gemeinsam das Beste für die Gemeinde zu erreichen," betonte Martin. "Helmstadt liegt mir am Herzen, besonders auch seine wechselvolle Geschichte. Mein oberstes Ziel ist, Helmstadt zu erhalten und voran zu bringen."

Was motiviert ihn, zum dritten Mal zu kandidieren?  Martin: "Wir haben viele Projekte eingeleitet, die ich gerne zu Ende bringen möchte." Er listet Planungen und Vorhaben wie das neue Feuerwehrhaus, den neuen Bauhof, die Kanalsanierung in Holzkirchhausen, die Erschließung des Baugebiets Messingheilfeld (Steinerner Weg) oder die Erweiterung und Erschließung des Gewerbegebiets auf.

Am Herzen liege ihm der Naturschutz: der Aufbau eines Ökopunktekontos, das Projekt "Naturnahe Waldränder" und das Gewässer-Entwicklungsprogramm. Aber er gesteht auch: "Man ist immer ein bisschen ambivalent – wie Engelchen und Teufelchen. So werden für ein neues Baugebiet die Flächen der Natur entzogen. Irgendwie muss man dann sehen, dass man der Natur etwas dafür zurückgibt."

Bürgerwünsche weitgehend beachten

Neben den gemeindlichen Pflichtaufgaben wie Straßenbau, Kindergarten, Schule, Instandhaltung der Wasserversorgung ist Martin bemüht, "den Bürgern, soweit möglich ihr Wünsche zu erfüllen." Wo das umgesetzt wurde? Als Beispiele führt Martin eine geplante zusätzliche Wasserstelle am Friedhof auf, in Holzkirchhausen den Weihnachtsbaum, der neue Waldkindergarten geht auf Elternwünsche zurück. Bei Baugenehmigungen sei der Gemeinderat bemüht, die Vorhaben zu unterstützen.

Um den Verkehrsfluss und die Sicherheit im Ort zu verbessern führt die Gemeinde regelmäßig Verkehrsschauen durch. Die Lage des Orts an der relativ viel befahrenen Kreisstraße WÜ 31 (Würzburger Straße) sieht Martin auch als wirtschaftlichen Vorteil für die Gemeinde. "Entweder hat man keine Ruhe oder Ruhe – aber wenn man Ruhe hat, dann hat man ganz Ruhe."

Bürgermeisterkandidat Edgar Martin aus Helmstadt
Edgar Martin wurde am 24. Januar 1961 geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder. Martin ist stellvertretender Obmann der Helmstadter Feldgeschworenen, Vorstandsmitglied im Verein für Gartenbau und Landespflege Helmstadt und Vorsitzender des Arbeitskreises für Denkmal- und Geschichtspflege (ADG).
Edgar Martin, Helmstadt Foto: Mechtild Buck
Seit 2002 gehört er dem Gemeinderat an; seit 2008 ist er erster Bürgermeister. Von Beruf ist Martin gelernter Landwirt. Bevor er vor fast zwölf Jahren das Amt als Bürgermeister antrat, bewirtschaftete er seinen Hof in Betriebsgemeinschaft mit zwei anderen Höfen. An diese Betriebsgemeinschaft, die mittlerweile nur noch aus einem Hof besteht, verpachtete er seinerzeit seine Ländereien, um sich ganz dem Bürgermeisteramt widmen zu können.

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