WÜRZBURG

Ehmann folgt Beinhofer

Paul Beinhofer (links) und sein Nachfolger Eugen Ehmann Foto: Johannes Hardenacke

Nach achtzehneinhalb Jahren an der Spitze der Kriegsgräberfürsorge in Unterfranken hat der frühere Regierungspräsident Paul Beinhofer sein Ehrenamt in die Hände von Eugen Ehmann gelegt. Den Wechsel an der Spitze vollzog der Bezirksverband während einer erweiterten Vorstandssitzung, an die sich der Dankempfang für langjährige Unterstützer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge anschloss.

Regierungspräsident Eugen Ehmann dankte seinem Amtsvorgänger für sein Wirken für die Kriegsgräberfürsorge in Unterfranken. Beinhofer hatte im Februar 2001 den Vorsitz übernommen und fast zwei Jahrzehnte das Verbandsgeschehen begleitet und geprägt. Seit 2017 ist Beinhofer zudem stellvertretender Landesvorsitzender des Volksbundes und wird diese Funktion auch weiterhin wahrnehmen. Für sein Engagement in Unterfranken hat der Landesvertretertag als höchstes Beschlussorgan der Kriegsgräberfürsorge in Bayern Beinhofer zum Ehrenvorsitzenden des Bezirksverbands Unterfranken ernannt.

In der erweiterten Vorstandssitzung informierten der Vorsitzende und Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer über die Arbeit des Volksbundes auf Bundes-, Landes- und vor allem Bezirksebene im Jahr 2018. Augenfälligste Aktivität ist die jährliche Haus- und Straßensammlung in Unterfranken. Die rund 1400 Helfer aus Bundeswehr, Soldaten- und Reservistenkameradschaften, Vereinen, Kommunen und Schulen nahmen rund 191 500 Euro für die Kriegsgräberfürsorge ein. Der Anstieg von rund 12 000 Euro gegenüber dem Jahr 2017 dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sammlung wegen fehlender Helfer immer schwieriger werde, so Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer. Er betonte, dass das Gedenkjahr „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ vielen Menschen den Ursprung der Kriegsgräberfürsorge vor Augen geführt habe. Der Volksbund, der sich als Verein um Pflege und Erhalt deutscher Kriegsgräberstätten kümmert, wurde im Dezember 1919 in Berlin gegründet. Der Bezirksverband Unterfranken ist mit rund 2400 Mitgliedern der drittstärkste der bayerischen Bezirksverbände. (geha)

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