Eibelstadt

Eibelstadt: Starke Wirtschaft, zukunftsfähige Kommune

Großer Andrang: Bereits zum vierten Mal fand die Bürgerversammlung der Stadt Eibelstadt in der Sporthalle statt. Was die Bürger dort zu sagen hatten.
Die Erschließung des neuen Gewerbegebietes 'Am Thomasboden' soll voraussichtlich im April abgeschlossen sein.
Die Erschließung des neuen Gewerbegebietes "Am Thomasboden" soll voraussichtlich im April abgeschlossen sein. Foto: Claudia Schuhmann

"Mit der guten Wirtschaftslage haben sich die Steuereinnahmen 2019 erhöht." – Mit dieser guten Nachricht begrüßte Bürgermeister Markus Schenk bei seiner Eröffnungsrede der Bürgerversammlung in Eibelstadt rund 280 Bürgerinnen und Bürger in der Drei-Feld-Sporthalle in Eibelstadt.

Im Hinblick auf die großen globalen Handelsstreitigkeiten um Trump und Brexit fragte Schenk: "Wohin steuert der internationale Handel?" Weil man das nicht mit Sicherheit sagen könne, sei ihm Wirtschaftspolitik als Bürgermeister ein großes kommunales Anliegen. Denn Gewerbe schaffe Arbeitsplätze und sichere Existenzen. Für das neu erschlossene Gewerbegebiet am Thomasboden, welches voraussichtlich im April in Betrieb genommen werden kann, gebe es bereits Anfragen von Unternehmen. Kämmerer Stefan Schmidt erklärte, dass man hier bewusst keine großen Lagerflächen errichten, sondern hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen wolle. 

Hohe Gewerbesteuereinnahmen

Stefan Schmidt erläuterte im Finanzbericht, dass die hohen Steuereinnahmen der Gemeinde im vergangenen Jahr ein Erfolg seien, aber dass diese aus einem einmaligen Effekt heraus rühren. Einige Unternehmen hätten im Geschäftsjahr 2016/2017 große Überschüsse erzielt. Das Finanzamt setze die Vorauszahlungen dann höher fest. So werde die zu zahlende Kreisumlage der Gemeinde in zwei Jahren höher sein. 

Die "hohe Schuldensumme" von 8,9 Miollionen Euro, die sich etwa durch den Neubau der Dreifeldsporthalle, eine Photovoltaikanlage, die Sanierung von Kindergarten und Grundschule und den Grunderwerb im Gewerbegebiet zusammensetzt, irritiere etwas. Jedoch habe die Kommune zinsgünstige Darlehen aufgenommen, etwa eines für die Grundschule zu 0,0 Prozent. "Was man hat, das hat man", so Kämmerer Schmidt. Der Schuldenstand pro Einwohner werde sich in den nächsten Jahren reduzieren. Außerdem könne die Stadt Eibelstadt hohe Rücklagen vorweisen. 

Ehrenamt sichert Zusammenhalt

Des Weiteren hat sich auch beim Glasfaserausbau etwas getan. Die verlegten Leitungen können jetzt nicht nur an der Grundschule, sondern auch im Rathaus genutzt werden. Um Arbeitgeber und Arbeitnehmer beim Prozess der Digitalisierung zu unterstützen, werde es künftig im Rathaus einen "Digitallotsen" geben, erklärt der Bürgermeister. 

Außerdem dankte er den Ehrenamtlichen der Gemeinde, diese seien "das Kit in der Fuge" und unersetzlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Markus Schenk verkündete 24 Eheschließungen in der Verwaltungsgemeinschaft in 2019, davon elf Paare aus Eibelstadt und 13 auswärtige Paare. Auch die Bevölkerung ist leicht gewachsen. 3120 Einwohner zählte Eibelstadt im Dezember 2019. Beim Totengedenken an die verstorbenen Bürger der Stadt wurde auch Altbürgermeister Heinz Koch erwähnt, der im vergangenen Jahr im Alter von 73 Jahren verstarb. 

Im anschließenden Bericht des Bürgermeisters erwähnte Schenk sämtliche Projekte wie etwa die Gestaltung der Mainlände, welche bei den Bürgern großen Anklang findet, was am tosenden Applaus in der Drei-Feld-Sporthalle kaum zu überhören war. Nach einer kurzen Pause folgten dann die Anfragen der Bürger. 

Parksituation bleibt angespannt

Brigitte Andraschko-Brigelius stellte die Frage, ob im kommenden Jahr auch Mittel für den Bauhof vorgesehen seien. Vieles sei marode, darunter die Duschen und der Aufenthaltsraum. Laut Bürgermeister wurde sich bereits um Arbeitssicherheitsmaßnahmen gekümmert. Auch eine Übergangssituation in den Räumlichkeiten der ehemaligen Kämmerei sei vorgesehen. 

Sabine Tast ging es um die Verrohung der Sprache. Sie fragte, ob Kommunalpolitiker in Eibelstadt beschimpft oder gar bedroht würden. Etwa gegen Stadträte habe es laut Schenk schon Beschimpfungen gegeben. Zwar sollen sich diese weniger auf die Privatperson selbst bezogen haben als auf die politische Figur dahinter, dennoch sollte "der Respekt für die Mitmenschen gewahrt werden", appellierte der Bürgermeister. Er versicherte, dass Kommunalpolitiker bei Beschlüssen nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden.  

Dietmar Möckel spracht die angespannte Verkehrssituation, insbesondere parkender Fahrzeuge auf dem Marktplatz an. Markus Schenk verwies darauf, dass man im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) am Thema dran sei. Dabei machte er keine falschen Hoffnungen: "Gewisse Probleme werden wir nicht lösen können." Er führte weiter aus, dass sich bei diesem Thema jeder einmal selbst "an der Nase reiben" müsse und erhielt dafür ebenfalls großen Applaus: Manchmal müsse man das Auto eben auch stehen lassen und einfach laufen. 

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