Uffenheim

Eigene Talente auch anderen zur Verfügung stellen

Gut 40 Interessenten waren gekommen, um von Rechtsanwältin Karin Larsen-Lion (auf dem Bild stehend), die seit über 20 Jahren die Nachbarschaftshilfe Pyrbaum leitet, Tipps aus erster Hand zu bekommen. Foto: Gerhard Krämer

In Uffenheim ist der Aufbau einer ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe in vollem Gange. Es haben sich schon über 25 Leute gemeldet, die mitarbeiten möchten. Mitte Mai soll die Nachbarschaftshilfe dann offiziell ins Leben gerufen werden.

"Nachbarschaftshilfe ist Unterstützung auf privater Ebene", erklärte Bürgermeister Wolfgang Lampe bei einer Informationsveranstaltung. In einer Zeit des demographischen Wandels sei gegenseitige Unterstützung notwendig. Die Stadt könne nicht für alles sorgen. Es bedürfe Ehrenamtlicher, die bei anderen Rasen mähen, Fahrdienste übernehmen oder Besorgungen erledigen, sagte Bürgermeister. Die stellvertretende Landrätin Gisela Keller meinte, dass es oft an dem Wissen voneinander scheitere, dass jemand etwas braucht. Auf der anderen Seite gebe es Menschen, die dies anbieten.

Beste Voraussetzungen

Die Allianz- und Regionalmanagerin Nadine Höhne hatte zusammen mit dem Freiwilligenzentrum und dem Regionalmanagement des Landkreises im Vorfeld zu einer Informationsveranstaltung in den Saal des Gasthauses Krone in Welbhausen geladen. Gut 40 Interessenten waren gekommen, um von Rechtsanwältin Karin Larsen-Lion, die seit über 20 Jahren die Nachbarschaftshilfe Pyrbaum leitet, Tipps aus erster Hand zu bekommen. Da in Uffenheim die Stadt als Träger auftritt, gebe es damit schon beste Voraussetzungen, meinte die Expertin. Sie schilderte anschaulich die Abläufe der Arbeit und die Einsatzzeiten ihres Teams.

"Wir machen alles, was ein guter Nachbar auch tun würde", sagte Karin Larsen-Lion. Es habe jeder Talente, die er einbringen könne. Geholfen werden könne zum Beispiel bei der Senioren- oder der Kinderbetreuung, bei Fahrten oder bei Behördengängen. Wichtig sei bei der Nachbarschaftshilfe das Helferteam und jemand, bei dem die Fäden zusammenliefen, bei dem auch die Telefonanrufe ankämen. Die Leitung der Nachbarschaftshilfe versuche dann, jemanden aus dem Helferkreis für die benötigte Aufgabe zu finden. Von Pyrbaum weiß  Karin Larsen-Lion, dass dies in 90 Prozent der Fälle auch gelinge.

Wenn einer aus dem Team aber nicht könne, sei dies kein Problem. "Es ist das höchste Recht eines Ehrenamtlichen, Nein zu sagten", bekräftigte sie. Jeder könne seine Zeit für andere individuell einbringen und sei es auch nur einmal im Monat.  "Alles, was menschlich leistbar und notwendig ist, machen wir", sagte Karin Larsen-Lion. Allerdings nicht in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten oder Dienstleistern, verdeutlichte sie.   

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