GELCHSHEIM

Ein Stück Dorfleben bewahrt

Gesellige und lustige Runde: Seit 20 Jahren gibt es in Gelchsheim den Männertreff. Foto: HANNELORE GRIMM

Während einige der 17 Männertreff-Gäste zwischen 63 und 86 beim Jubiläumsstammtisch Schafkopf spielen, erinnert Michael Hoos an die vergangenen 20 Jahre. Er sorgt seit zwei Jahrzehnten dafür, dass der Männertreff am Laufen bleibt. Er war auch dabei, als sich auf Anregung von Burkard Nöth am 2. April 1997 ein „Rentnertreff“ zusammen gefunden hatte.

Burkard Nöth, der 2006 gestorben ist, war Organisator und Wirt in der Bürgerstube, in der der Sohn Roland Nöth damals wie heute als Pächter fungiert. Im „Rentnertreff“, dessen Name bereits bei der vierten Zusammenkunft in „Männertreff“ geändert wurde, übernahm Michael Hoos das Amt des Chronisten. Auf jeweils einer Seite führt er in seinem Heft die Namen der Teilnehmer auf und hält in kurzen Anmerkungen fest, was bei den Treffen, die jeweils zweimal im Monat stattfinden, los gewesen ist.

Im Laufe der Jahre, in denen sich immer wieder mal „Neue“ und auch Auswärtige in der geselligen Runde einfanden, mussten sich die Gelchsheimer auch von 17 der Männertreff-Brüder für immer verabschieden. Beim Tod von einem aus ihrer Runde wird Geld gesammelt und ein Seelenamt bestellt. Die Erinnerung an die Verstorbenen wird wach gehalten durch die Sterbebildchen, die Michael Hoos seinen Aufzeichnungen beiheftet.

Beim „Männertreff“ kommen auch gerne alte Geschichten und Erlebnisse zur Sprache. Dadurch, so Michael Hoos, wird auch ein Stück Dorfleben vor dem Vergessen bewahrt.

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