WÜRZBURG

Eine Partnerschaft mit Zukunft

Feierliche Zeremonie: Die Oberbürgermeister von Würzburg und Mwanza, Georg Rosenthal und Stanslaus Mabula, haben den Städtepartnerschaftsvertrag erneuert.
Feierliche Zeremonie: Die Oberbürgermeister von Würzburg und Mwanza, Georg Rosenthal und Stanslaus Mabula, haben den Städtepartnerschaftsvertrag erneuert. Foto: Beate Spinrath

Bei einem internationalen Workshops zum Thema Klimapartnerschaft ist eine Delegation aus Würzburgs Partnerstadt Mwanza zu Gast. Teilnehmer aus neun Pilotkommunen aus ganz Deutschland, aus Tansania und Ghana beraten hier Themen wie den Ausbau erneuerbarer Energien, Stadtbegrünung, Vermittlung von Umweltschutzaspekten und vieles mehr.

Das nahm die Stadt zum Anlass, die Zusammenarbeit mit Mwanza in sämtlichen Belangen weiter zu vertiefen: Der Partnerschaftsvertrag von 1966 wurde durch die Unterschriften der beiden Oberbürgermeister im Ratssaal erneut besiegelt.

„Beide Städte schon viel profitiert.“
Stanslaus Mabula Oberbürgermeister von Mwanza

„Seit 47 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Mwanza und Würzburg. Im Jahr 2016 werden wir bereits unser 50-jähriges Partnerschaftsjubiläum feiern“, sagte OB Georg Rosenthal. Er ging auf die Geschichte der Partnerschaft ein: Vermittelt durch das in Würzburg ansässige Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk (heute Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe), ruhte sie ab Mitte der 70er Jahre und wurde erst Anfang der 90er Jahre wiederbelebt. Würzburger Bürger setzten sich aktiv ein, 1996 wurde ein erstes Müllfahrzeug nach Mwanza geschickt um die dortige Müllabfuhr zu unterstützen.

Schulen in beiden Städten traten in Kontakt miteinander, 1998 wurde der Verein „Würzburger Partnerkaffee“ gegründet, der sich um fair gehandelten Kaffee aus der Kilimanjaro-Region kümmert. 2000 wurde der Mwanza e.V. aus der Taufe gehoben, der bei der unterfränkischen Wirtschaft für Kooperationen mit Mwanza wirbt und Projekte im Bildungs-, Sozial- und Umweltbereich unterstützt. Eine weitere Partnerschaft gibt es seit 2005 zwischen der Missionsärztlichen Klinik und dem Bugando Medical Center, jedes Jahr fahren Krankenpfleger-Schüler aus Würzburg nach Afrika und arbeiten dort, es findet ein regelmäßiger Fachaustausch statt. Auch die medizinischen Fakultäten der beiden Universitäten und die Stadtverwaltungen stehen in regelmäßigem Kontakt.

Mwanzas Oberbürgermeister Stanslaus Mabula erklärte, dass beide Städte schon viel von der Partnerschaft profitiert haben: „Ich danke auch im Namen der Einwohner Mwanzas allen, die diese Partnerschaft aufgebaut und gestärkt haben und hoffe dass sie weitere 50 Jahre und darüber hinaus besteht.“ Mit Georg Rosenthal unterzeichnete er die neue Partnerschaftsurkunde für eine „Städtepartnerschaft mit Geschichte und Zukunft“.

Anschließend trug sich Stanslaus Mabula in das Goldene Buch der Stadt ein und bekam das Stadtsiegel sowie eine Krawatte mit Würzburg-Wappen überreicht.

Die Gäste verteilten ihrerseits Geschenke wie typisch afrikanische Zeichnungen und ein Schachspiel aus wertvollem Holz. Michael Stolz, Vorsitzender des Mwanza e.V., wurde mit einem Marimba, einem Instrument das auch Fingerklavier genannt wird, bedacht.

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