Ippesheim

Einsparungen beim Dorfgemeinschaftshaus

Acht private Bauangelegenheiten in einer Sitzung, dazu noch das Dorfgemeinschaftshaus in Herrnberchtheim auf der Tagesordnung – Ippesheims Bürgermeister Karl Schmidt konnte sich nicht erinnern, dass jemals so viele Pläne in einer Gemeinderatssitzung zu behandeln waren. Zudem platzte das Sitzungszimmer bei zwölf Besuchern der Sitzung fast aus den Nähten.

Der Entwurf für den Umbau des alten Pfarrhauses in Herrnberchtheim zum Dorfgemeinschaftshaus stieß samt geplanten Anbau mit unterkellertem Saal jüngst bei einer Bürgerversammlung auf Wohlwollen. Die geschätzten Kosten dagegen, die Bürgermeister Karl Schmidt nun in der Gemeinderatssitzung präsentierte, ließen ihn zum Schluss kommen, dass der Eigenanteil der Gemeinde von über einer Million Euro "ein wenig zu viel" sei.

1,17 Millionen Euro würden der Um- und Anbau kosten, 85 500 Euro die Außenarbeiten, 40 000 Euro die Inneneinrichtung, 28 9000 Euro die Baunebenkosten. Zusammen ergibt das die Summe von 1,58 Millionen Euro.

Zwar gebe es wegen der Zugehörigkeit zu einer Interkommunalen Allianz und wegen der Bindung an das Projekt "Innen statt Außen" eine 80-prozentige Förderung, doch bei Dorfgemeinschaftshäusern gibt es mittlerweile eine Deckelung auf 50 0000 Euro für das Gebäude und 50 000 Euro für die Außenanlagen.

Deshalb beschloss der Gemeinderat grundsätzlich seine Zustimmung zum Dorfgemeinschaftshaus. Allerdings werde sich der Gemeinderat zusammen mit dem Bauausschuss und dem Architekten Karlheinz Liebberger treffen, um über mögliche Kosteneinsparungen zu reden.

Zum Beispiel könnte eine Pellet-Heizung statt einer Wärmepumpe eingebaut werden. Solche und andere Vorschläge sollten bei dem Treffen diskutiert werden. Zudem brachte Gemeinderat Helmut Schießl Eigenleistungen der Dorfgemeinschaft ins Gespräch.

Nicht unkritisch wurde die neue Beschilderung der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße gesehen. Auf die neuen Schilder mit neuem Erscheinungsbild hatte man sich schon 2018 festgelegt, jetzt sollen sie aufgestellt werden. Etwa 6000 Euro soll eines kosten, die Hälfte gebe es als Förderung. Für Bullenheim und Ippesheim will die Gemeinde ein Schild anschaffen, für Herrnberchtheim nicht. Eventuell könnten die beiden Weinbauvereine die Kosten für zwei weitere Schilder übernehmen.

Bei den Bauanträgen gab es jeweils einstimmiges Einvernehmen. In Herrnberchtheim kann eine Lagerhalle abgerissen werden und dafür ein Wohnhaus gebaut werden. "Das ist genau das, was wir wollen", sagte Schmidt, nämlich dass innerorts neuer Wohnraum entsteht. In Ippesheim kann der erste Stock eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes zum Wohnhaus umgebaut werden, ebenso darf auf dieser Flurnummer ein Teilabbruch einer Scheune erfolgen und Lagerräume sowie eine Garage im Erdgeschoss des ehemaligen Kuhstalls errichtet werden.

Bei weiteren Bauanträge beziehungsweise Bauvoranfragen handelte es sich um den Bau einer Fertiggarage, den Bau eines Einfamilienhauses, um eine verglaste Terrassenüberdachung, den Neubau einer Maschinen- und Lagerhalle am Bahnhofsgelände sowie um ein Erdaushubzwischenlager an der Straße zwischen Ippesheim und dem Frankenberg.

In der kommenden Sitzung wird das Thema "Rutschwanne" für den Herrnberchtheimer Spielplatz auf der Tagesordnung stehen. Die war wegen einer Beschädigung abgebaut worden. Helmut Schießl möchte sie ersetzt wissen und fand weitere Befürworter im Rat. Bürgermeister Schmidt will bis zur nächsten Sitzung die Kosten ermitteln lassen. In Herrnberchtheim soll zudem der Weihnachtsbaum künftig statt am Eyringplatz am ehemaligen Pfarrhaus stehen.

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