WÜRZBURG

Endlich: Einigung am Zeller Bock

Baustelle Zeller Bock: Der Verlgeich ist da, jetzt kann auf ganzer Strecke gebaut werden.ARCHIVFoto: SCHWARZOTT
Baustelle Zeller Bock: Der Verlgeich ist da, jetzt kann auf ganzer Strecke gebaut werden.ARCHIVFoto: SCHWARZOTT

Ohne große Debatten hat der Würzburger Stadtrat am Donnerstagabend das Thema Zeller Bock hinter verschlossenen Türen abgehandelt. Die Entscheidung von Seiten der Stadt ist gefallen, der Vergleichsvorschlag des Verwaltungsgerichtes Würzburg wird angenommen, teilte Stadtsprecher Christian Weiß am Freitag mit.

Seit Monaten wird am Zeller Bock, der wichtigen Verbindungsstraße in den westlichen Landkreis, um eine Einigung für das letzte Anwohner-Grundstück gerungen. Eigentümer und Stadt hatten unterschiedliche Vorstellungen über die Vorgehensweise. Die Stadt informierte am Freitag das Verwaltungsgericht von der Entscheidung. Von der Vierten Kammer kam dann die Nachricht, dass der Vergleich von Stadt und Eigentümer angenommen wurde. Damit besteht nun auch in diesem Bereich Baurecht für den Ausbau des Bocks.

Die Kanzlei Baumann hat für die Eigentümerin des Tivoli-Gartens und deren historische Bauwerke am Zeller Bock am Freitag die Erklärung abgegeben, dass der Vergleichsvorschlag des Verwaltungsgerichts angenommen wird. Damit könne ein fast zweijähriger Verhandlungsmarathon mit der Stadt Würzburg abgeschlossen werden, so Rechtsanwalt Wolfgang Baumann. Bei all dem sei es vor allem um die aus dem 18. Jahrhundert stammende, über 100 Meter lange und fünf Meter hohe Bruchsteinmauer und weitere Flächen gegangen, die zu einem größeren Teil unter Denkmalschutz stehen.

Der Gütevorschlag des Gerichts beinhaltet die gewünschte Bruchsteinverblendung in Teilbereichen der erforderlichen neuen Stützmauer. Das war ein zentraler Streitpunkt zwischen Stadt und Eigentümer.

Als erfreulich bezeichnet Baumann die Tatsache, dass Verhandlungen seit Herbst 2013 nach über einjähriger Pause von Seiten der Stadt wieder möglich wurden. Er wünscht sich, dass die bis zum Baubeginn und in der Bauphase noch auftretenden Fragen in dem Bauabschnitt ebenfalls in guter Gesprächsatmosphäre geklärt werden können.

Die Straße ist seit März 2010 aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Die Hänge drohten auf die Trasse zu rutschen. Die Bauarbeiten begannen Ende 2012. Sie waren von dem Streit bisher nicht betroffen und liegen gut im Zeitplan. Die etwa 1000 Meter lange neue Straße kostet 25 Millionen Euro. Sie führt durch sensibles Gebiet, denn unter der Trasse verlaufen Zeller Quellen, aus denen Würzburg einen Großteil seines Trinkwassers bezieht.

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