WÜRZBURG

Engagiert für die Gesellschaft

Dank für großes Engagement: Ein Prosit mit Oberbürgermeister Georg Rosenthal, der stellvertretend die Auszeichnungen vornahm. Von links: Klaus Quitschau erhielt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten, Fotoreporter Hans Heer und Bertha Bales (rechts) wurden mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Foto: Theresa Müller

Im würdigen Rahmen des historischen Wenzelsaals im Rathaus ehrte Oberbürgermeister Georg Rosenthal drei Würzburger, die sich auf verschiedene Weise um die Stadt und diese Gesellschaft verdient gemacht haben. Hans Heer und Bertha Bales wurden mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Klaus Quitschau erhielt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt.

Hans Heer hat als Fotoreporter für das Volksblatt bis zu seinem Ruhestand 1993 „mit Leidenschaft Stadtgeschichte dokumentiert“, so der OB. Mit beruflicher Versiertheit und persönlichem Engagement habe er die Stadt und die Menschen in der Region porträtiert und für Gegenwart und Zukunft festgehalten.

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Auch im Ruhestand habe er sein persönliches Bildarchiv gepflegt mit genauen Recherchen von Orten, Zeiten, Personen und Anlässen. Rosenthal betonte auch Heers Engagement im kirchlichen Leben, so bei der Würzburger Kreuzbruderschaft, wo er jahrelang auch die Kreuzbergwallfahrt dokumentierte. Mit seinem Bildmaterial entstanden zahlreichen Publikationen. Er habe Bilder gemacht, die Kunstwerke sind.

Bertha Bales stellte der OB als eine der Menschen vor, die unter menschenunwürdigen Bedingungen von 1943 bis 1945 im Sammellager „Stettin-Kuhdam“ leben mussten. Sie habe viele Angehörige im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau verloren und sich später als Überlebende der Konzentrationslager in der Erinnerungsarbeit engagiert. Dies sowohl als Zeitzeugin bei Workshops mit Jugendlichen in der internationalen Jugendbegegnungsstätte Ausschwitz als auch in der Erwachsenenbildung. Als Zeitzeugin war sie auch 2006 bei der Eröffnung des internationalen Holocaust-Gedenktages beim Europaparlament in Straßburg.

Klaus Quitschau ist seit 1975 ehrenamtlich beim Malteser-Hilfsdienst (MHD) tätig. Nachdem er Zugführer des Sanitätszuges wurde, widmete er sich vorrangig dem Katastrophenschutz und Rettungsdienst. Seine große Erfahrung brachte es mit sich, dass er bei 14 Kiliani-Krankenwallfahrten im Dom für die Betreuung zuständig war, beim Deutschen Katholikentag in München, beim Papstbesuch in München und Erfurt sowie bei Kranken- und Behinderten-Wallfahrten in Altötting. Dazu kommt die Absicherung unzähliger Kinderfeste sowie kultureller und sportlicher Veranstaltungen in Würzburg. Beim MHD hatte er ehrenamtlich verschiedene Funktionen inne und ist bis heute im Malteserdienst ehrenamtlich aktiv.

Die Umrahmung der Feierstunde übernahm das Gypsy Jazz Quintett mit Familienmitgliedern von Berta Bales.

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