Bergtheim

Enorme Nachfrage nach Bauland

In die ehemalige Schule in Opferbaum (Bildmitte mit einer Werbung an der Stirnseite) könnte wieder neues Leben einziehen. Die Gemeinde Bergtheim prüft die Voraussetzungen für den Umbau des Gebäudes in einen Kindergarten. Foto: Irene Konrad

Die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken in Bergtheim ist enorm. Nun hat die Gemeinde ihr letztes Grundstück verkauft. Das Eckgrundstück in der Clara-Schumann-Straße soll mit einem Einfamilienhaus bebaut werden. Ursprünglich war es für ein Doppelhaus vorgesehen. "Wir sind aber froh, dass diese Lücke nun geschlossen wird", begründete Bürgermeister Konrad Schier in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Vorschlag des Bauamts zur Zustimmung der beantragten Befreiung vom Bebauungsplan Sommerrain I. Das sahen die Gemeinderäte ebenso.

Auf den Weg gebracht wurde zudem die erste Änderung des Bebauungsplans Sommerrain II. Demnächst will die Sozialstation St. Gregor Fährbrück gegenüber des neuen Seniorenzentrums in der Nähe der B 19 eine Tagespflegestätte für Senioren bauen. Deshalb ist eine Änderung des reinen Wohngebiets in ein "Sondergebiet mit Zweckbestimmung" nötig. 

Nachdem die Auslegungsfristen sowie die Beteiligung der betroffenen Behörden und der Träger sonstiger öffentlicher Belange erfüllt sind, stimmten die Ratsmitglieder der Änderung des Bebauungsplans zu. Die Tagespflege wird auf einem Grundstück mit 2050 Quadratmetern errichtet. Die Zufahrt darf laut Bauamt nicht über den Kreisverkehr, sondern ausschließlich über die Milanstraße erfolgen.

Kindergarten ist zu klein

Im Ortsteil Opferbaum ist der Kindergarten St. Josef in der Ritterstraße mit seinen 50 Plätzen zu klein. Er müsste generalsaniert werden. Träger ist der Elisabethverein Opferbaum. Es ist fraglich, ob eine Erweiterung an seiner ursprünglichen Stelle möglich ist. Deshalb überlegt die Gemeinde, ob sie das ehemalige Schulgebäude an der Ecke Jahnstraße-Heugasse zum Kindergarten umbaut. Das frühere Schulgebäude ist nicht ebenerdig. Es müsste komplett umgebaut und mit einem Fahrstuhl barrierefrei erschlossen werden.

Der Eingang in den aktuellen Kindergarten St. Josef in der Ritterstraße in Opferbaum. Es steht eine Generalsanierung und Erweiterung an. Foto: Irene Konrad

In der Gemeinderatssitzung vom 29. Juli wird man laut Bürgermeister Konrad Schlier "komplett vorstellen, was in diesem Gebäude in Bezug auf einen Kindergarten möglich ist". Die Reaktivierung des Gebäudes kommt bei den Dorfbewohnern gut an. "Damit würde wieder Leben in das Haus kommen", argumentieren sie.

Spruchreif ist die Entscheidung noch nicht. Aber Bürgermeister Schlier deutete schon einen Weg an. "Die Gemeinde baut den Kindergarten, will ihn aber nicht betreiben", erläuterte er. Für den neuen Kindergarten Vogelnest in Bergtheim hatten sich mehrere Träger beworben. Ein ähnliches Verfahren könnte auch in Opferbaum durchgeführt werden.

Mehr Fitness für Mitarbeiter

Mit 8:5 ging ein Antrag auf "Bezuschussung für den Besuch eines Fitness-Studios für die Beschäftigten der Gemeinde Bergtheim" aus. Er betrifft vier Angestellte im Dipbacher Kindergarten und die sechs Angestellten im Bergtheimer Bauhof.

Für die zehn Angestellten der Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim-Oberpleichfeld im Rathaus wird demnächst ein solcher Zuschuss gewährt. Aus Gründen der Gleichbehandlung brachte Bürgermeister Schlier diesen Antrag erneut auf die Tagesordnung, obwohl ihn der Bergtheimer Gemeinderat schon einmal abgelehnt hatte.

Die Begründung lag damals an der knappen Gemeindekasse und an der Möglichkeit, bei einem örtlichen Sportverein etwas für seine Gesundheit tun zu können. Für die Mitgliedsbeiträge eines Sportvereins zahlt die Gemeinde keine Zuschüsse.

Der Antrag ging jedoch durch, vor allem in Hinblick auf Präventionsmaßnahmen wie Kurse zur Gesunderhaltung, der Rückenschule und ähnliches. Ab 1. Januar 2020 wird einer Vollzeitkraft bei der Gemeinde Bergtheim auf Antrag und unter Vorlage eines Vertrags 25 Euro Zuschuss pro Monat gewährt. Eine Teilzeitkraft erhält entsprechend weniger.

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