Kürnach

Entscheidung über die neue Sporthalle vertagt

Wird die Gemeinde Kürnach in naher Zukunft eine weitere Sporthalle bauen? Mit diesem Antrag des SV Kürnach beschäftigte sich die Ratsmitglieder in der vergangenen Sitzung erneut. Stephan Haas vom Architekturbüro Haas und Haas (Eibelstadt) stellte detailliertere Ergebnisse der von ihm erstellten Machbarkeitsstudie vor. Erstmals vorgelegt hatte er diese bereits in der Sitzung im April (wir berichteten). Entschieden ist nach wie vor nichts.

Vor einer Entscheidung sollen erst noch der Bedarf und die mögliche Belegung durch die anderen sporttreibenden Vereine im Ort geklärt werden, so Bürgermeister Thomas Eberth (CSU). Außerdem sollen die einzelnen Fraktionen intern diskutieren, Vor- und Nachteile des Neubaus abwägen, so der Bürgermeister. "Inhalt der Diskussion ist schlicht, brauchen wir eine weitere Halle oder nicht. Wenn wir jetzt allerdings die Belegungswünsche abfragen, dann müssen wir die Antwort auch aushalten", warnte er. Er selbst sei überzeugt, dass sich die Halle täglich schnell füllen würde.

Der Idee von Manfred Dülk (UWG) die neue Halle als Mehrzweckhalle auszustatten, wollte keiner der übrigen Ratsmitglieder folgen. Bürgermeisterstellvertreter Edgar Kamm (CSU) fasste die vorherrschende Meinung folgendermaßen zusammen: "Wir sind mit der Standortfrage schon einen Schritt zu weit. Es geht erst einmal um den Grundsatzbeschluss. Sollten wir uns zu einem Ja durchringen, kann es aber sicher nur um eine einfache Trainingshalle gehen."

Mehrheit war mit Beschränkung auf zwei mögliche Standorte nicht einverstanden

Wie Kamm zeigte sich die Mehrheit der Anwesenden mit der Beschränkung auf zwei der möglichen Standorte auf dem Gelände rund um die Höllberghalle nicht einverstanden. Haas hatte den Anbau Richtung Festplatz näher untersucht sowie alternativ einen allein stehenden Neubau neben der bestehenden Halle, Richtung Grünfläche und Böschung zur Straße. Diese Varianten hatten in der ersten Diskussion am meisten Vorteile auf sich vereint.

Über das Wo und Wie zu sprechen, bestätigte der Landtagsabgeordnete Manfred Ländner (CSU), sei der nächste Schritt. Zuvor müsse man entscheiden, ob man 2,2 bis 2,6 Millionen für die Bürger in den Sportvereinen ausgeben wolle.

Das sei zwar viel Geld, entgegnete Kerstin Celina (Bündnis 90/Die Grünen). Auf den einzelnen Bürger umgerechnet, relativiere sich die Summe mit gut 400 Euro pro Kopf allerdings. Alexander Schraml (SPD) merkte an: "Wir sollten nicht nur über Kosten sprechen oder gar jammern. Schließlich haben wir als Kommunen auch den sozialen Auftrag, uns um die Gesundheit und das Wohlergehen der Bürger zu kümmern." Dabei spielten schließlich die örtlichen (Sport-)Vereine eine wichtige Rolle.
Nach der Bedarfsabfrage sowie der erneuten Diskussion in den Fraktionen soll in einer der nächsten Sitzungen über das weitere Vorgehen beschlossen werden.

Bau der Tankstelle geht voran

Voran geht es im Gewerbegebiet "Unterer Kellermann" in Kürnach mit dem Tankstellen-Neubau mit Waschanlage und Shop. Erich Reichensperger, Gebietsleiter Netzentwicklung Direktion Tankstellen von Total, erläuterte zu Beginn der Sitzung den derzeitigen Stand der Planungen. Nachdem der Investor sich entschieden habe, seine Tankstelle in Kooperation mit Total zu betreiben, soll, so der Plan des Kraftstofflieferanten, im August der Tank geliefert und damit der baldige Betrieb möglich werden. Baurecht für das Vorhaben besteht bereits. Rund 650.000 Euro investiert die Kraftstofffirma in die Tanktechnik (Tank in der Erde, Zuleitungen, Zapfsäulen). Geplant sind drei Zapfinseln - sechs Tankplätze - mit der ganzen Palette des Angebotes, von Diesel und verschiedene Superbenzine über LPG (Autogas) bis zu Strom. Der Antrag für die notwendige Betriebssicherheitsverordnung, die vom TÜV begutachtet und mit Bescheid der Regierung von Unterfranken genehmigt werde, laufe bereits, so Reichensperger.

Nicht einverstanden mit dem Neubau zeigte sich Kerstin Celina. "Ich bedauere, dass es zu dem Beschluss kam, hier eine Tankstelle anzusiedeln." Die Dichte an Tankstellen sei in der Region extrem hoch. "Es ist nur ein Verdrängungswettbewerb, bei dem um Marktanteile, nicht um notwendige Nahversorgung geht."

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