EISINGEN

Entwurf und Nutzungskonzept in Eisingen vorgestellt

Der Entwurf: Ein fränkischer, giebelständiger Winkelbau mit Hofanlage und Baum. Foto: Repro: Graf

Der Entwurf von Architektin Jutta Graf zur Bebauung des Anwesens Hauptstraße 50 soll das Ensembles rund um den „Place Bernieres“ vervollständigen. Mit allgemeinem Raunen reagierten Ratsmitglieder und mehr als 20 Zuhörern auf die Präsentation zur Entwicklung des Dorfzentrums gegenüber dem neu gestalteten Dorfmittelpunkt. Mit dem Entwurf und den drei Nutzungsvarianten wurde damit dem Gemeinderat vor der Sommerpause eine „Hausaufgabe“ mit auf den Weg gegeben.

Die letzte Sitzung vor den Ferien hatte Bürgermeisterin Ursula Engert (UBE) zur Veröffentlichung des Entwurfs zur Neugestaltung des gemeindlichen Anwesens Hauptstraße 50 genutzt.

Erste dezentrale Unterkunft

Das in den 1960er Jahren erstellte Gebäude dient aktuell zeitlich begrenzt bis November dieses Jahres als dezentrale Unterkunft für Asylbewerber. Als erste Kommune im Landkreis Würzburg hatte Eisingen das Gebäude ab November 2014 für zwei Jahre begrenzt zur Verfügung gestellt.

Gleichwohl sollte am Nutzungskonzept der Gemeinde für das betreffende Gebäude weiter geschmiedet werden, so der damalige, einhellige Beschluss des Gremiums.

Daran konnte oder mochte sich Manfred Wiesler (SPD) offensichtlich nicht mehr erinnern. Nach Übersendung der Tagesordnung und Unterlagen zur jüngsten Sitzung hatte Wiesler die ersatzlose Streichung des Tagesordnungspunktes zur Vorstellung des Konzeptes für das Anwesen Hauptstraße 50 beantragt. Seinen Antrag hatte Wiesler begründet: „mangels Dringlichkeit und weitaus wichtigeren anstehenden Aufgaben“. Welche dies konkret sein sollten ging aus dem Antrag nicht hervor. Zu Beginn der Sitzung allerdings reduzierte Wiesler seinen Antrag dahingehend, sich beim betreffenden Tagesordnungspunkt lediglich auf die Präsentation zu beschränken.

Die Relativierung seines Antrags begründete Wiesler als Entgegenkommen an die zur Sitzung geladene Architektin. Gleichzeitig machte Bürgermeisterin Ursula Engert (UBE) darauf aufmerksam, dass Änderungen zur Tagesordnung grundsätzlich nur zu Beginn einer Sitzung an das Gremium zur Abstimmung gestellt werden können.

Erst nach Klärung der Formalien konnte Architektin Jutta Graf ihren Entwurf präsentieren, samt möglichen drei Nutzungsvarianten. „Wünsche und Ideen aus drei Bürgerbeteiligungen, darunter einer Bürgerversammlung, sind in den Entwurf eingeflossen“, betonte die Planerin.

Der Entwurf sieht einen typisch fränkischen, giebelständigen Winkelbau hin zum „Place Bernieres“ mit Hofanlage und einem Hofbaum vor. Die Nutzung des Erdgeschosses könnte barrierefrei erfolgen auf einer Fläche von 300 Quadratmeter durch Bibliothek oder Bücherei, Krabbeltreff, einem Multitfunktionsbereich, mit Foyer, Teeküche, Wickelraum und Sanitäranlagen. Vom Erdgeschoss aus wäre neben einem Treppenaufgang auch ein Aufzug als Zugang zum Ober-/Dachgeschoss möglich.

Für diesen Bereich zeigte die Architektin drei Varianten zur Nutzung auf: Denkbar ist eine Verwendung der Räume als Arztpraxis und Physiotherapie-Praxis. Ein weiterer Nutzungsvorschlag galt vier Wohnungen zwischen 46 Quadtratmetern und 90 Quadtratmetern Grundfläche. Der dritte Vorschlag betraf einer Nutzung als Wohngemeinschaft aus fünf unterschiedlichen, zwischen 32 und 88 Quadtratmeter großen Appartements.

Die erste dezentrale Unterkunft für Asylbewerber: Das Gebäude samt Scheune in der Eisinger Hauptstraße 50 würde für den ... Foto: Ehehalt

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