Würzburg

Er bat Studentinnen in Würzburg um Massagen: Unbekannter identifiziert

Aufatmen am Campus am Hubland: Der Unbekannte ist identifiziert. Foto: Daniel Peter

Der Mann, der seit Monaten am Campus der Universität Würzburg für Verunsicherung unter Studentinnen gesorgt hat, ist identifiziert. Wie Polizeisprecher Björn Schmitt am Donnerstag gegenüber dieser Redaktion erklärte, handelt es sich um einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg. Inzwischen habe die Polizei den bislang Unbekannten befragt. Die Uni habe ihm Hausverbot erteilt.

25-Jähriger bestreitet sexuelles Motiv

Wie Betroffene gegenüber dieser Redaktion berichteten, hatte der Mann vor allem am Uni-Campus am Hubland junge Frauen angesprochen und sie darum gebeten, sich auf ihn zu setzen, über seinen Rücken zu laufen oder ihn zu massieren. Nachdem die Polizei mit rund 30 Zeuginnen gesprochen hatte, konnte zwar "kein Straftatbestand erkannt" werden, so Schmitt. Dennoch hätten die Ermittler ihn angesprochen und ihm "die Grenzen zu strafbarem Handeln aufgezeigt".

Im Gespräch mit den Beamten habe der 25-Jährige beteuert, ohne sexuelle Hintergedanken die Frauen angesprochen zu haben. Vielmehr habe er angegeben, er sei wirklich nur auf der Suche nach Hilfe wegen seiner Rückenschmerzen gewesen.

Früher die Polizei rufen

Auf viele Frauen an der Uni wirkte das nicht nur befremdlich, sondern auch gefährlich: Anfang vergangener Woche hatte die Frauenbeauftragte der Philosophischen Fakultät, Brigitte Burrichter, in einer Rund-Mail an Studierende davor gewarnt, sich "nach Einbruch der Dunkelheit allein in den Gebäuden und auf den Wegen" am Hubland-Campus aufzuhalten. "Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit", so die Professorin. Die Uni hatte außerdem einen Sicherheitsdienst am Hubland beauftragt. Dieser bleibt bis auf weiteres im Einsatz, so die Uni.

Wie die Polizei von Betroffenen nun bestätigt bekam, tritt der Mann schon seit Juli mit seiner eigentümlichen Bitte an Frauen heran. "Doch erst jetzt haben wir davon erfahren", bedauert Polizeisprecher Schmitt. Vor diesem Hintergrund bittet die Polizei, sich gleich zu melden, wenn man sich bedrängt fühlt.

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