Erinnerungen an jüdisches Leben

Juden in Uffenheim: Erinnerungen an jüdisches Leben finden sich heute kaum noch in der Stadt. Spuren wurden beseitigt, Unterlagen beim Rathausbrand vernichtet. Dabei liegen die Ursprünge am Anfang des 13. Jahrhunderts.
Beschämend: Vier jüdische Männer wurden am 14. Oktober 1938 ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Viele Uffenheimer schauten dabei seelenruhig zu. Foto: Foto: Privat
Der 14. Oktober 1938 ist ein schauriger Tag. Jakob Schmalgrund, Leopold Hahn, Emil Liebreich und ein weiterer Jude, dessen Name nicht bekannt ist, werden in einer Stimmung der Überlegenheit verhaftet und erst einmal im Uffenheimer Gefängnis eingesperrt. Ein paar Stunden später bildet sich ein langer Zug. Zwei Buben gehen an der Spitze. Sie tragen Schilder mit der Aufschrift „Auszug aus dem gelobten Land“ und „Eiliges Ausfuhrgut aus Uffenheim in Deutschland an den Völkerbund für Väterchen Stalin“. Begleitet werden sie von Polizisten und SA-Männern und vielen Schulkindern. Sie bringen die vier ...
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