UNTERPLEICHFELD

Eröffnung der Kita Unterpleichfeld verschiebt sich

Der Neubau der Kindertagesstätte Unterpleichfeld schreitet voran. Die Bauarbeiten liegen größtenteils im Zeitplan, die Eröffnung wird sich allerdings ein wenig verschieben und soll im Juni 2018 sein, heißt es aus dem Rathaus. „Wir werden auf jeden Fall vor Stuttgart 21 fertig“, meint Bürgermeister Alois Fischer.

Im Innenbereich sind die Heizung eingebaut und der Estrich gelegt, das Zwischengebäude muss noch errichtet werden. Nun soll es an die Ausstattung der Räume gehen. Dazu stellte das zuständige Architekturbüro Gerber in der letzten Gemeinderatssitzung ein Raumkonzept vor. „Wir wollen nicht möblieren, sondern Angebote für die Kinder schaffen. Da muss Leben rein“, sagte Architekt Benedikt Gerber.

Konzept zur Raumaufteilung

Spezialisiert auf Innenreinrichtungen von Kindergärten ist Regina Schmid vom Büro Schilling Raumkonzepte in Kitzingen. Bei der Raumgestaltung gebe es ein paar Sachen zu beachten. So habe sie festgestellt, dass eine herkömmliche Möblierung nicht genug Platz für jedes einzelne Kind biete. Die dadurch entstehenden Laufwege brächten zudem sehr viel Unruhe und Lautstärke mit sich.

Aber es gehe auch anders. Die Räume, in denen sich Kinder aufhalten, sollen ihnen maximale Spiel-, Bewegungs-, Lern- und Rückzugsmöglichkeiten bieten, sagte Schmid. So werden die Räume in weitere kleine Räume eingeteilt, für Spiel, Bewegung und Rückzug. Podeste mit offener Nutzung entstehen, die Kinder können dort immer wieder neu und anders spielen.

Eigenes Kinderrestaurant

Der Nebenraum der Gruppenräume sei als Schlafraum mit Schlafpodest gedacht. Aber nicht nur. „Es wäre schade, wenn man ihn nur zum Schlafen nutzen würde“, meinte die Fachfrau und plädierte für Multifunktionalität. Tische zum Malen werde es auch geben, aber nur sehr wenig. Viele Tische in den Gruppenräumen brauche man ohnehin nicht, meinte Kindergartenleiterin Sandra Weckesser.

Denn zum Essen gehen die Kinder in ihr eigenes Kinderrestaurant, das im Gebäude zwischen Kindergarten und Kinderkrippe untergebracht wird und einen Mensa-Charakter bekommen soll. Und natürlich braucht es in einer Kita auch einen Bewegungsraum. In Unterpleichfeld wird er mit einer Bewegungsbaustelle und verschiedenen Möglichkeiten zum Schaukeln ausgestattet. Das Raumkonzept sei mit der Kita-Leitung und dem Landratsamt abgestimmt, sagte Gerber.

Unterschiedliche Gartenräume

Das Gestaltungskonzept für den Außenbereich stellte Susanne Siebenlist vom Büro Land und Plan aus Wartmannsroth vor. „Im Garten des Smaragddrachen“ lautet hier das Motto, das dezent und ohne zu überreizen aufgenommen worden sei. Unterschiedliche Gartenräume und Funktionsbereiche sollen entstehen, getrennt für Kindergarten und Krippe.

Eines war den Planern besonders wichtig: „Wir wollen mit möglichst vielen Bäumen möglichst viel Sonnenschutz bekommen“, erklärte sie. Ansonsten entstehen im Gartenbereich des Kindergartens ein Hügel mit Kletteraufstieg und Hangrutsche, eine ruhige Ecke mit Hängematte oder einer Holzliegefläche, die sowohl Bühne als auch Chill out area sein könnte, ein Drachenkopf als Spielhaus mit bespielbarem Körper und Schwanz und eine multifunktionale Freifläche.

Sandkasten darf nicht fehlen

Im Außenbereich der Krippe werden ein Sandkasten, ein paar kleine Spielfiguren und eine Spielwiese zum Herumtollen einladen. Die Feinarbeiten am Konzept der Außenanlagen müssten noch gemacht werden. Dem Bürgermeister und den Gemeinderäten gefielen beide Konzepte gut, so dass sie einstimmig beschlossen wurden.

Die geschätzten Kosten für die Gestaltung im Inneren belaufen sich auf 180 000 Euro und im Außenbereich auf 280 000 Euro. Insgesamt wird der Neubau der Kita 3,8 Millionen Euro verschlingen. Fünfzig Prozent der förderfähigen Kosten – das sind rund 1,7 Millionen – erhält die Gemeinde aus Mitteln des Freistaates (etwa 1,4 Millionen Euro) und des Bundes (300 000 Euro), sagte Thomas Bäuml, Geschäftsstellenleiter im Rathaus Unterpleichfeld auf Anfrage.

Schnelle Zusammenarbeit

Die Fördermittel aus dem Topf des Bundes werden noch in diesem Jahr fließen, die Mittel des Freistaates im nächsten Jahr. Das sei alles andere als selbstverständlich, manche Gemeinde müsse fünf Jahre auf ihre Zuschüsse warten, meinte Bäuml. Deshalb lobte er die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Regierung von Unterfranken.

Rund zwei Millionen Euro muss die Gemeinde selbst stemmen. Finanziert wird die Summe zur Hälfte aus Rücklagen und zur anderen Hälfte aus einem Kredit.

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