WÜRZBURG

Erste Würzburger Bachtage unter Querbachs Leitung

M. Querbach

Seit 1969 sind die Würzburger Bachtage für ihre anspruchsvollen Konzerte bekannt, und auch 2016 eröffnet die Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft Würzburg im Spätherbst wieder ihre beliebte Konzertreihe.

Bei den 48. Bachtagen wird zwischen 17. und 27. November an verschiedenen Aufführungsorten dem Publikum ein facettenreiches Programm geboten, zum ersten Mal unter der Leitung des profilierten Kirchenmusikers Matthias Querbach.

Die Bachtage stehen ganz im Zeichen des berühmten Barockkomponisten Johann Sebastian Bach sowie Martin Luther, dem großen Reformator, teilt die Bach-Gesellschaft mit. Verschiedene Programmpunkte verdeutlichen das üppige Gesamtwerk: Oratorien, Orgel-, Klavier- und Kammermusikkonzerte und auch Vorträge sowie Workshops. Durch die spürbare Begeisterung und das hohe Niveau aller auftretenden Musiker haben sich die Würzburger Bachtage zu einem alljährlichen Schlüsselereignis für Bachliebhaber etabliert.

Dabei wirken der Würzburger Bachchor und das Bachorchester mit, die ihren Klang bei den Oratorienabenden und der Gestaltung der Festgottesdienste voll entfalten. 2016 erstmals künstlerisch von Matthias Querbach verantwortet, bringen der Würzburger Bachchor und die Neue Nürnberger Ratsmusik unbekannte Oratorien von Johann Sebastian Bach zu Gehör: Zusammen mit erstklassigen Solisten werden sie das Oster- sowie das Himmelfahrtsoratorium aufführen. Die (leider) selten aufgeführten Werke brauchen sich keinesfalls hinter dem populären Weihnachtsoratorium zu verstecken.

Eröffnet werden die Bachtage mit einem Festakt im Toskanasaal der Residenz: Professor Ulrich Konrad wird die Beziehung Bach und Luther bei einem Festvortrag beleuchten: „Sie ist mit der Theologie, zugleich von Gott gegeben hie" – Bach in der Tradition lutherischen Musikverständnisses. „Das Wohltemperierte Klavier“ rahmt die Veranstaltung musikalisch ein, interpretiert von Professor Michael Wessel.

Ein Höhepunkt ist sicher das Orgel- und Orchesterkonzert am 23. November um 20 Uhr im Großen Saal der Hochschule für Musik in Würzburg. Matthias Querbach wird die dortige neue Klais-Orgel zum Erklingen bringen. Zusammen mit Professoren und Studierenden der Musikhochschule werden Bach-Stücke Werken von Komponisten des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt.

Am Samstag, 26. November, gibt es eine echte Premiere bei den diesjährigen Bachtagen: Unter dem Titel „sola fide“ bringt der Bachchor zusammen mit hervorragenden Sängerinnen und Sängern sowie den Münchner Bachsolisten die „Augsburger Sinfonie“ von Naji Hakim zur Würzburger Erstaufführung. Der Komponist ist anwesend.

Kinder und Jugendliche dürfen sich über ein eigenes Angebot freuen: In Kooperation mit zwei Würzburger Gymnasien und der Würzburger Dekanatsmusikschule werden altersspezifische Workshops angeboten, die der Zeit Martin Luthers nachspüren. Die in Paris lebende Musikpädagogin Petra Mengeringhausen wird diese Workshops leiten.

Das vollständige Konzertangebot gibt es auf der Homepage www.bachtage-wuerzburg.de. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Karten sind bundesweit in allen ADticket-Vorverkaufsstellen sowie im Würzburger Falkenhaus erhältlich – im Internet: www.adticket.de

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