HAUSEN

Erstlingsroman von Sebastian Fickert

Bereits als Schüler entdeckte der aus Hausen stammende Sebastian Fickert seine Begeisterung, Ideen und Gedanken zu formulieren. Um seine Vorstellungen in Worte zu fassen, schreibt er manchmal die halbe Nacht. „Ich habe keinen Fernseher", schmunzelt er. Das Ergebnis der Schlaflosigkeit: ein Roman.
Dr. Sebastian Fickert, Richter am Landgericht Würzburg, hat seinen ersten Roman geschrieben. Foto: FOTO MARKUS RILL

Während seiner Schulzeit schrieb Fickert Artikel für die Schülerzeitung des Schweinfurter Walther-Rathenau-Gymnasiums.

Als er sich während seines Jurastudiums in Japan aufhielt, berichtete er über seine Eindrücke, seine Erlebnisse und Erfahrungen per E-Mail an seine Freunde.

Diese kurzen Erzählungen fasste er in seinem Erstlingswerk „14 Wochen Japan" zusammen, das Reiseimpressionen aus dem Land der aufgehenden Sonne vermittelt.

Jetzt folgt nach etwa viereinhalb Jahren der Roman „Der Frosch auf dem Wasser".

Er schildert die Geschichte der Juristen Frank und Stefan, zweier in ihren Charakteren sehr ungleiche Freunde. „Bekannte und Freunde haben mich schon inspiriert", betont der Autor.

Gerade der Protagonist Stefan beschreibe Gerichtsverhandlungen, die er selbst in Varianten erlebt hat. Schauplatz des Romans ist Würzburg, wo Fickert Rechtswissenschaft studiert hat.

Der Romanheld Stefan lebt in einer festen Beziehung und sucht dort wie im Beruf nach einer kontinuierlichen Entwicklung.

Er lebt und arbeitet als Richter in einer Stadt und setzt sich mit den Personen, mit denen er zu tun hat, intensiv auseinander. Somit steht er für das Schwere im Roman.

Leichtigkeit des Seins


Dagegen verkörpert Frank die Leichtigkeit des Seins. Er ist ein erfolgsorientierter Individualist, der bindungslos durch die Zeit schwebt, ohne tiefere Spuren hinterlassen zu wollen.
 
Er unterrichtet täglich in einer anderen Stadt Jurastudenten und hat einige Affären mit Frauen.

Festhalten und Loslassen sind die zwei Pole, die dem Leser am Verhalten der beiden Protagonisten verdeutlicht werden.

„Mit der Kraft, sich nicht festzuklammern, trägt es den Frosch auf dem Wasser"; prägnant fasse dieses japanische Kurzgedicht die Spannung zusammen, meint Fickert.

Als promovierter Jurist ist für Fickert, der seit 2008 als Richter am Landgericht Würzburg angestellt ist, „der exakte Umgang mit der Sprache" alltäglich.
 
So gelingt es dem Autor durch seine prägnante Sprache und präzise Wortwahl, den Leser in die spannungsvolle Welt seiner Romanhelden mitzunehmen.

Sebastian Fickert, Der Frosch auf dem Wasser“, Roman, Würzburg 2009, Verlag Königshausen & Neumann, 155 S., 12,80 Euro.

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