Würzburg

„Eure Erfahrung ist von großem Wert“

Bei einer Feierstunde im Burkardushaus wurden die Domkapitulare Dr. Helmut Gabel (links) und Monsignore Dietrich Seidel als Hauptabteilungsleiter verabschiedet. Foto: Markus Hauck (POW)

Bei einer Feierstunde im Würzburger Burkardushaus sind kürzlich die Domkapitulare Dr. Helmut Gabel (65), langjähriger Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung, und Monsignore Dietrich Seidel (66), langjähriger Leiter der Hauptabteilung Personal, verabschiedet worden. Beide haben auf eigenen Wunsch die Verantwortung für ihre Hauptabteilungen abgegeben, heißt es in einer Pressemitteilung des Ordinariates Würzburg.

Generalvikar Thomas Keßler dankte den beiden für deren Engagement und überreichte eine Dankesurkunde von Bischof Dr. Franz Jung.

Der Generalvikar charakterisierte in seinem Dankeswort Seidel als „Priester und Seelsorger“. Teamarbeit sei stets sein Motto gewesen. Er habe sich nicht in Führungsaufgaben gedrängt, aber auch nicht gekniffen, wenn ihm Verantwortung übertragen wurde. 

Gabel beschrieb er als Menschen, dem Begegnung auf Augenhöhe zentral sei. „Dabei kommt Dir eine besondere Fähigkeit zugute: Du kannst Theologie so ins Wort bringen, dass es für eine Diskussion unter Fachleuten taugt, aber auch so ins Wort nehmen, dass sie alltagstauglich ist.“ Gerade im Zusammenhang mit der Pastoral der Zukunft habe der Generalvikar das als hilfreich erfahren.

Generalvikar Keßler zeigte sich erfreut, dass er weiterhin auf Gabel und Seidel zählen könne: auf Gabel als Hochschulreferent, auf Seidel als Ordensreferent. „Eure Erfahrung ist von großem Wert. Aber noch wertvoller ist Euer Beispiel und Eure Mahnung, uns stets darauf zu besinnen, für wen wir da sind.“

Im Namen aller Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats überbrachte Dorothea Weitz, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV), Dank und Segenswünsche. Gabel wie Seidel stünden nun vor einem größeren Abschied, der auch ein Aufbruch sei. „Ein Abschied von Pflichten, hoher Verantwortung, interessanten Begegnungen und großen Herausforderungen. Ein Aufbruch in ein neues, unbekanntes Land, das freie Zeiten verheißt, mehr Möglichkeiten zu gestalten und selbst zu bestimmen.“

In seinen Dankesworten hob Seidel hervor: „Unser Personal ist die wichtigste Ressource, die wir als Diözese haben. Diese Ressource muss gepflegt, gefördert und weiterentwickelt werden.“ Das sei ihm bereits 2010 bewusst gewesen, als er Personalreferent wurde.

Ein weinendes und ein lachendes Auge habe er angesichts seines Ausscheidens als Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung, erklärte Gabel. Er freue sich über die Entlastung einerseits und auf die neue, spannende Aufgabe als Hochschulreferent. Zugleich sei er traurig, denn Bildung sei ihm ans Herz gewachsen. 

Für die musikalische Gestaltung der Feier sorgten Diözesanmusikdirektor Gregor Frede am Flügel und Johannes Mauer, Solotrompeter am Mainfranken Theater Würzburg.

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