ochsenfurt

Extremsituationen nach Wolkenbruch – Aufräumen dauert noch einige Tage

Sturmtief Cathleen hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu heftigen Wolkenbrüchen geführt. Rund 42 Liter Wasser auf den Quadratmeter in nur 20 Minuten waren einfach zu viel.

Die Stadt ist regelrecht abgesoffen. Mit akuten Hilfsmaßnahmen waren Feuerwehren bis zum Äußersten gefordert. Das Unwetter hat aber auch Spuren hinterlassen, deren Beseitigung noch ein paar Tage dauern wird.

In der Altstadt war vor allem der untere Bereich schwer betroffen. Als extrem bezeichnete Feuerwehrkommandant Volker Heidenblut die Lage im Vorhof, wo er selbst wohnt.

Die Straße sei meterhoch überschwemmt gewesen. „Das glaubt mir fast kein Mensch, wenn ich erzähle, dass ich zu meinem Auto geschwommen bin.“ Doch das Fahrzeug war durch die Fluten unbrauchbar geworden, ebenso wie der Wagen seiner Frau.

Sie waren damit nicht die einzigen. Im gesamten unteren Altstadtbereich war das Wasser nicht nur in Gebäude eingedrungen, sondern hatte auch Autos zerstört.

Die Feuerwehr Stadt Ochsenfurt musste ungefähr 60 Mal zum Auspumpen ausrücken, berichtete Heidenblut weiter. Überflutet waren sowohl Wohn-, wie auch Betriebsgebäude.

Bedingt durch die Urlaubszeit hatte die Stadtwehr nur 19 Leute zur Verfügung, die 15 Stunden ununterbrochen im Einsatz waren. Doch auch danach ging es noch weiter bis am Samstag um Mitternacht. Der letzte große Einsatz zum Kellerauspumpen war im Kindergarten Maria-Theresien-Heim.

Großen Dank spricht Heidenblut den Arbeitgebern aus, die freiwillige Helfer für die Unwettereinsätze den ganzen Freitag über freistellten.

Mit vollgelaufenen Kellern, Beseitigen von Schlamm und Geröll auf Straßen waren auch die Feuerwehren aus den Ortsteilen Kleinochsenfurt, Darstadt, Goßmannsdorf, Hohestadt und Tückelhausen, sowie in der Nachbargemeinde Frickenhausen beschäftigt. Auch hier habe es teilweise Einsätze noch tagsüber gegeben, berichtete Kreisbrandinspektor Alois Schimmer.

Wasser und Schlamm


Spuren von Wasser und Schlamm lassen sich bis heute noch im Stadtbild entdecken. Mit Reparaturen und Schadensbehebungen hat der Bauhof des Städtischen Kommunalunternehmens derzeit genug zu tun, so die Auskunft von Dieter Fuß. Straßen, Wege und Unterführungen sind noch zu säubern.

An einigen Stellen wurden Pflastersteine ausgespült Fahrbahndecken und Randsteine beschädigt. Nach dem Unwetter musste wieder einmal der Klingengraben gereinigt werden.

Kies, Schotter und Schlamm bedeckten die Fahrbahnen unter anderem in der Hohestadter Straße und in der Seinsheimstraße.

Straßen- und Wegekontrollen müssen die Bauhofmitarbeiter durchführen und weiterhin Schäden beheben. Die Arbeiten dürften noch etliche Tage in Anspruch nehmen, schätzt Fuß. Denn es kämen immer noch neue Schadensmeldungen, um die man sich kümmern muss, sagte Fuß.

Nachdem das Wetter bei der Altstadtsanierung in den letzten Monaten schon öfters Streiche spielte und Terminpläne ins Wanken brachte, gab es natürlich wegen der jüngsten Wolkenbrüche Sorgen.

Beim laufenden Abschnitt in der oberen Hauptstraße seien keine Schäden aufgetreten, berichtete Bauleiter Wolfgang Martin auf Anfrage. Aber ein paar aufgeweichte Stellen habe es gegeben und der Fortgang der Pflasterarbeiten habe sich verzögert. „Jeder Tag, an dem wir nicht pflastern können, ist natürlich schlecht“, so Martin.

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