LEINACH

Feuerwehr feiert und hilft im Kampf gegen Krebs

Blumige Ansichten beim großen Umzug zum Feuerwehr-Jubiläum. Foto: Alle Herbert Ehehalt
„Unser Ziel ist es, das Forschungsprojekt am Uni-Klinikum Würzburg in größtmöglichem Umfang zu unterstützen“, “
Martin Seelmann Feuerwehr-Kommandant

Das gemeinsame Ziel, Menschen dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen, vereint die Freiwillige Feuerwehr Oberleinach mit dem von Gabriele Nelkenstock initiierten Verein „Hilfe im Kampf gegen den Krebs“. Ihr 130-jähriges Gründungsjubiläum am Wochenende stellten die Floriansjünger komplett in den Dienst dieses Hilfsprojektes.

Die Übergabe einer stattlichen Spende zum Auftakt des Festwochenendes war aber nur ein Teil der Unterstützung. Wie die warmen Semmel wurden die Ehrendamen unter den Festbesuchern die grünen und weißen Armbändchen als äußeres Zeichen der Aktion los. Und nicht zuletzt finanziert die Freiwillige Feuerwehr Oberleinach mit Unterstützung eines ortsansässigen Busunternehmens über zwei Jahre eine Werbekampagne für die Hilfsaktion im Kampf gegen den Krebs.

Drei Schläge hatte Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) benötigt, um beim Bieranstich zum Festauftakt für die nötige Aufmerksamkeit unter den Besuchern im riesigen Festzelt zu sorgen. Dann kehrte beinahe betroffene Stille ein, als Vorsitzender und Kommandant Martin Seelmann die ungewöhnliche Intention des 130-jährigen Gründungsjubiläums der Feuerwehr erläuterte.

„Unser Ziel ist es, das Forschungsprojekt am Uni-Klinikum Würzburg zur Umwandlung von körpereigenen Zellen zu Antikörpern als Immunzellen gegen entartete oder bösartige Zellen in größtmöglichem Umfang zu unterstützen“, verdeutlichte Seelmann das Anliegen.

Zur Starthilfe für die Hilfsaktion während des Festwochenendes überreichte der Vorsitzende einen Scheck über 1560 Euro. Gleichzeitig erklärte Seelmann den ungewöhnlichen Betrag: „130 Jahre besteht die Freiwillige Feuerwehr Oberleinach. Die Zahl der Jahre multipliziert mit zwölf Monaten je Jahr ergibt den Spendenbetrag.“

Charity-Bändchen gingen gut weg

Der finanziellen Unterstützung für das Hilfsprojekt durch die Floriansjünger war dies aber nicht genug. Zur Unterstützung des „medizinischen Meilensteins als Signal für die Welt“, wie Gabriele Nelkenstock die Bemühungen von zwei Forschern am Uni-Klinikum bezeichnete, bewarben die Ehrendamen des Festes unter dem Publikum die grünen und weißen Charity-Bändchen der Aktion. Wohl nicht zuletzt durch die charmante Ansprache ließen sich ungewöhnlich viele Festbesucher zum Kauf der Armbändchen zum Preis von jeweils fünf Euro animieren.

Nicht exakt beziffern lässt sich der finanzielle Wert, der sich durch die Werbekampagne für die Hilfsaktion auf vier Linienbussen der Firma „Leinach Tours“ ergibt. Statt deren Karosserie für Unternehmen als Werbefläche anzubieten, wurden die Busse mit Folien beklebt als Hinweis für die Hilfsaktion. Die Kosten der Werbefolien wie auch die zum Festauftakt übergebene Spende übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Oberleinach.

Zum Finale kommt Michl Müller

Bei all den guten Taten durfte über das Wochenende bei echtem Kiliani-Festbier auch ausgiebig gefeiert werden. Einem Beatabend für die Jugend zum Festauftakt am Freitag folgte der Festabend mit dem „Aalbachtal Express“ beim Besuch von dreißig Gastwehren. Weitere Nachbarwehren und die Ortsvereine gratulierten am Sonntag den Floriansjüngern und beteiligten sich am großen Festumzug durch den Ort.

Eine Überraschung hatte Landrat Eberhard Nuß im Gepäck bei seinem Festbesuch am Samstag: Im Auftrag des Landesfeuerwehrverbandes überreichte der Landrat Kommandant und Vorsitzendem Martin Seelmann für dessen Verdienste in 14 Jahren Amtszeit das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Zum großen Festfinale an diesem Montag heißt es mit dem Fränkischen „Dreggsagg“ Michl Müller „Ausfahrt freihalten!“ vor vollem Haus im 2000 Gäste fassenden Festzelt am Sportgelände der Spielvereinigung. Einlass ist ab 19 Uhr, bevor Michl Müller dann ab 20 Uhr die Bühne für sich beansprucht und voraussichtlich wieder jede Menge kabarettistische Breitseiten auf die Gesellschaft verteilt.

Ein Traktor darf bei einem Dorf-Festzug nicht fehlen.
Nachbarwehren und Vereine nahmen am Festzug teil.
Mit Begeisterung brachten die Ehrendamen, hier Jacqueline Roth und Eva Müller (von links), die Charity-Bändchen „Ein Ban...
Das Ehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbandes überreichte Landrat Eberhard Nuß (links) Kommandant und Vorsitzend...

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