ALLERSHEIM

Feuerwehrfahrzeug auf Vordermann gebracht

56 aktive Feuerwehrleute aber nur sechs Plätze im einzigen Feuerwehr-Fahrzeug – dieser Zustand in der Allersheimer Feuerwehr konnte auf lange Sicht nicht gut gehen.
Freude über das neue alte Allersheimer Feuerwehrauto: Im Bild (von links): Stellvertretender Kommandant Peter Eidel, Organisator Engelbert Zipperich, Vorsitzender Kilian Schmierer, stellvertretende Vorsitzendend Martina Zipperich und Gerätewart Elmar Zipperich; auf dem Bild fehlt Kommandant Richard Mark. Foto: MARCO FUCHS

Deshalb haben die Floriansjünger aus dem Giebelstädter Ortsteil die Initiative ergriffen und ohne Finanzierung durch die Gemeinde die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges vorangetrieben. Dazu wurde ein alter Feuerwehrbus aus Untermeitingen bei Augsburg gekauft, der mit seinen zusätzlichen Plätzen vor allem bessere Möglichkeiten zum Personentransport schaffen soll.

„Oft war es so, dass die Feuerwehrleute, die etwas später kamen, dann mit dem Privatfahrzeug nachfahren mussten“, sagt Vorstand Kilian Schmierer. „Das ist zum einen deutlich gefährlicher als im Einsatzwagen, weil die anderen Verkehrsteilnehmer nicht durch Blaulicht und Martinshorn gewarnt sind.

Zum anderen kann man von den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten nicht erwarten, dass sie nach dem Einsatz noch ihr Auto putzen, weil sie mehrere Kollegen mitgenommen haben.“ Um das 20 Jahre alte Gefährt aus Schwaben wieder fit zu machen, musste es komplett entkernt werden. Ein neuer Boden aus Aluminium wurde eingebaut, Seitenwände und Türen ebenfalls durch Aluminium ersetzt sowie Auspuff und Tank restauriert.

„Etwa 500 Arbeitsstunden haben wir in das Auto investiert“, schätzt Organisator Engelbert Zipperich, der beim auf Sonderfahrzeugbau spezialisierten Unternehmen Hensel in Waldbrunn angestellt ist. Die Firma war es auch, die nach Feierabend die Werkshalle samt Werkzeugen für die Restaurierung zur Verfügung stellte, sodass die Allersheimer Feuerwehr nur noch die Materialkosten stellen musste.

Die meisten anderen Arbeiten, für die kein Spezialwerkzeug nötig war, fanden im Hof von Zipperich in Allersheim statt. „Dank unserer Schönheitsoperation sieht das Auto nur noch aus wie 14“, lacht Kilian Schmierer vom Feuerwehr-Vorstand und hofft, dass man das Feuerwehr-Fahrzeug nun noch weitere zehn Jahre nutzen kann.

Gleichzeitig stellt er das Engagement von Engelbert Zipperich heraus: „Ohne sein Know-How und seinen Einsatz hätten wir das Ganze nicht machen können.“ Aber auch viele andere opferten so manchen Wochenendtag oder Feierabend.

Finanziert wurde das Projekt zusammen mit Sponsoren: der Feuerwehrverein, die Raiffeisenbank sowie die Sparkasse Würzburg zahlten je ein Drittel.

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