WÜRZBURG

Filme im Central von Revolution und Depression

Zwei Mütter: Der Wunsch nach einem Kind wird zur Zerreißprobe für ihre Beziehung Foto: Verleih

Nach den stilleren Sommerwochen startet das Programmkino Central in der Hofstraße mit zahlreichen Sondervorstellungen in den September.

Am Sonntag, 8. September um 11 Uhr wird der Film „Rosa Luxemburg“ von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 1986 gezeigt. In der Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen spricht Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake einleitende Worte über die Revolutionärin. Doris Aschenbrenner aus dem Wahlkampfteam um Christian Ude wird in den Film einführen. Anschließend folgt ein Gespräch mit den Besuchern.

Der Film porträtiert die Sozialistin und Pazifistin Rosa Luxemburg, verkörpert durch Barbara Sukowa, die dafür 1986 in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. „Die behutsame und gefühlsstarke Frauenbiografie legt das Augenmerk weniger auf historische Vollständigkeit, nähert sich vielmehr in erster Linie den persönlichen inneren Beweggründen politischen Handelns“, schreibt das Lexikon des Internationalen Films.

Am Dienstag, 10. September um 18.30 Uhr zeigt das Programmkino anlässlich des Welt-Suizid-Präventionstages in Kooperation mit dem Krisendienst Würzburg den Film „Tödlicher Ernst", in dem es um Selbstmordgedanken junger Männer geht. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krisendienstes werden in den Film einführen und anschließend zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Das Gefühl, nicht mehr leben zu wollen, quält Menschen aller Altersgruppen. Männer begehen deutlich häufiger Selbstmord. Vorher über ihre Gefühle und Absichten zu reden und sich Hilfe zu suchen, fällt ihnen erheblich schwerer als gleichaltrigen Frauen. Im Film beschreiben zwei junge Männer, welche Erfahrungen sie mit dem Thema Suizid gemacht haben. Beide sind Anfang zwanzig und leiden seit ihrer Kindheit unter schweren Depressionen. Sie berichten, wie sich das Gefühl entwickelt hat, nicht dazuzugehören und sich fremd zu fühlen.

Die „Queer Night“ findet am Freitag, 13. September statt. Um 22.15 Uhr startet „Zwei Mütter“, ein aktueller Film über ein lesbisches Paar, das ein Kind adoptieren möchte. Deutsche Samenbanken und Kliniken helfen Katja und Isa dabei nicht weiter. Versuche bei Ärzten sind kostspielig und bleiben erfolglos. Die Beziehung gerät unter Druck, auch als sich endlich ein Weg auftut. Ausgezeichnet wurde der Film auf der Berlinale 2013 mit den Dialogue-en-perspective-Preis.

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