WÜRZBURG

Firmenlauf am Mittwoch: Lauferlebnis vor Laufergebnis

Laufen
Macht auch Nicht-Läufern Beine: Beim Firmenlauf zählt vor allem das Miteinander. Foto: Boris Roessler (dpa)

Der Run ist ungebrochen, er hat sich zu Unterfrankens zweitgrößter Laufveranstaltung nach dem Residenzlauf gemausert: Beim 11. Würzburger Firmenlauf „WÜ 2 RUN“ gehen am Mittwochabend rund 4 600 Starter aus 180 Firmen und Einrichtungen auf die Strecke. Nicht Bestzeiten und Treppchenplätze stehen hier im Vordergrund, sondern das gemeinsame Sporterlebnis mit Arbeitskollegen und Freunden.

Gemeinsame Feier nach dem Lauf im Dallenbergbad

Entsprechend ist die Atmosphäre im Start- und Zielbereich mitten im Dallenbergbad: Hier wird gegrillt, gepicknickt, werden Teamfotos geschossen – und nach dem Lauf wird gemeinsam gefeiert. Wie auf einer Perlenschnur gehen die Läufer am Mittwoch um 19.30 Uhr auf die Piste. Grund für den engen Startkanal: Schon nach wenigen Metern treffen die Teilnehmer auf das Nadelöhr Konrad-Adenauer-Brücke. Über den dortigen Radweg geht es hinüber in die Sanderau und dann Richtung Alte Mainbrücke. Hier dürfte wieder Hochstimmung mit vielen Zuschauern herrschen – die Läufer haben die Hälfte der 7,4 Kilometer geschafft und es geht auf der Dreikronenstraße und auf dem Radweg an der Mergentheimer Straße zurück bis zum Dallenbergbad.

Im letzten Jahr wurde die Strecke nochmal verbessert, stellenweise verbreitert und der Treppenaufgang zur Alten Mainbrücke herausgenommen – Veränderungen, die sich bewährt haben. Trotzdem stößt Veranstalter Alexander Fricke an Kapazitätsgrenzen. Mehr als die 4 600 Teilnehmer gibt die Strecke nicht her: „Wenn der Sieger nach ungefähr 23 Minuten ins Ziel kommt, muss der letzte Starter über der Adenauer-Brücke sein. Sonst begegnen sie sich.“ Schon Mitte April war der Firmenlauf ausgebucht. Es sind zwar weniger Unternehmen und Einrichtungen am Start – die bringen aber immer mehr Läufer mit.

 

Die Route des Würzburger Firmenlaufs.

Die größten teilnehmenden Gruppen am Lauf

Die größten Gruppen stellen in diesem Jahr mit je 200 Meldungen die Stadt Würzburg und XXXL Neubert, gefolgt von Aldi (170), der Uniklinik (150), Wegmann Automotive (134), Flyeralarm (133), der AWO (111), Edeka (109), Bosch-Rexroth (105) und dem Blindeninstitut (100). Die Main-Post ist mit 66 Aktiven am Start.

Wirklich getrübt wurde die Erfolgsgeschichte des Würzburger Firmenlaufes nur einmal – vor zwei Jahren: Damals war ein 55 Jahre alter Teilnehmer mitten im Feld mit einem Herzstillstand zusammengebrochen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Organisator Alexander Fricke appelliert an die Vernunft der Läufer: „Wenn jemand Probleme hat, sollte er rechtzeitig aussteigen.“

Die Johanniter sind wieder im Einsatz

Für den Ernstfall sind am Mittwoch wieder die Johanniter mit etwa 30 Leuten im Einsatz. Sie sind innerhalb weniger Minuten an jeder Stelle des Rundkurses. „Damit das funktioniert, sind wir neben einem Behandlungsplatz im Start-/Zielbereich auch mit Fahrrädern und Motorrädern auf der Strecke unterwegs“, erklärt Johanniter-Einsatzleiter Uwe Kinstle.

Alexander Fricke

Er hat große Rettungsdienst-Erfahrung bei Laufevents und weiß: Gerade beim Firmenlauf wagen sich auch weniger Trainierte auf die Piste. Kinstles Tipps, damit alles gut geht: Bei Schwäche- oder Erschöpfungsgefühl an den rechten Rand laufen und eine Pause machen. Auch bei kleineren Beschwerden abbrechen, damit keine größeren Probleme entstehen. Alle Streckenhelfer können die Sanitäter herbeirufen.

Zu Verkehrsbehinderungen kommt es am Mittwochabend im Bereich des Oberen Mainkai, der für die Durchfahrt gesperrt wird, die Ausfahrt aus der Wöhrl-Garage Richtung Wirsbergstraße bleibt frei. Alle Teilnehmer werden gebeten, den ÖPNV zu nutzen (Straba am Bad). Wer nicht aufs eigene Auto verzichten kann: Erstmals steht der Neubert-Parkplatz für 400 Fahrzeuge zur Verfügung

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