Würzburg

Frankenhalle: Die Beethovengruppe macht das Rennen

Nichtöffentlich entschied sich der Stadtrat für das Konzept mit Markthalle, 120 Wohnungen und ohne Kopfbau. Der Favorit der Verwaltung soll ein anderer gewesen sein.
Ein Platz anstelle des alten Vorbaus. Das ist Teil des Konzeptes der Beethovengruppe, die beim  Investorenwettbewerb zur Frankenhalle vom Stadtrat den Zuschlag erhielt.
Ein Platz anstelle des alten Vorbaus. Das ist Teil des Konzeptes der Beethovengruppe, die beim  Investorenwettbewerb zur Frankenhalle vom Stadtrat den Zuschlag erhielt. Foto: Beethovengruppe

Drei Bewerber, drei Konzepte, ein Sieger: Mit der Beethovengruppe und ihren Geschäftsführern Alexander Weigand und Niko Rotschedl wird die Stadt über die künftige Gestaltung und Nutzung der Frankenhalle und ihrem Umfeld verhandeln. Diese Entscheidung trafen die Stadträte jetzt in nichtöffentlicher Sitzung, nachdem die drei im Investorenwettbewerb verbliebenen Konzepte zuletzt im Hauptausschuss öffentlich vorgestelltwurden.            

Eine Markthalle in der Frankenhalle

Die Beethovengruppe, die auch das Posthallen-Areal bebauen möchte, plant in  ihrem Konzept eine Markthalle in der Frankenhalle, die vom Würzburger Gemüse- und Obstgroßhändler Schraud & Baunach bewirtschaftet werden könnte und abends Raum für kulturelle Veranstaltungen oder Tagungen biete. Zudem möchte man hinter der Halle zwei vier- bis siebengeschossige Neubauten mit 120 Wohnungen errichten, wovon die Hälfte Sozialwohnungen sein sollen. Den Kopfbau der Halle möchte man abreißen und durch einen freien Platz mit Bäumen ersetzen.  

Das hatten Denkmalschutz-Initiativen vor dem Stadtratsentscheid heftig kritisiert: Der  Kopfbau gehöre unumstritten zum Denkmal Frankenhalle und sei keine "Verfügungsmasse, die man beliebig abreißen, neu bauen oder in eine Grünfläche verwandeln kann", hieß es in einer Pressemitteilung.  

Nur spärliche Auskünfte aus dem Rathaus 

Weshalb sich die Mehrheit des Stadtrates für das Konzept der Beethovengruppe entschied, darüber gibt es aus dem Rathaus ebenso keine Auskunft wie über das Abstimmungsergebnis.

Offenbar stimmten die Stadträte gegen den Vorschlag der Verwaltung, denn deren Favorit war nach Informationen dieser Redaktion das Konzept der Maiberg Wohnbau GmbH. Auch dazu gibt es von der Stadt keine Auskunft. Die Maiberg GmbH wollte möglichst viel vom Baubestand erhalten und plante unter anderem eine Aufstockung des Vorbaus.               

Die Verhandlungen können noch platzen

Wie geht es weiter?  "Die Verwaltung kann nun mit dem Investor in die detaillierten Kaufvertragsverhandlungen einsteigen, das Ergebnis dieser Ausgestaltung wird dem Stadtrat erneut vorgelegt", heißt es in der Mitteilung der Stadt. Das bedeutet, dass noch nicht alles in trockenen Tüchern ist. Sollte man sich nicht einigen, könnten "dann auch noch mit den Nächstplatzierten Verhandlungen aufgenommen werden", erklärt Rathaussprecher Georg Wagenbrenner auf Anfrage. Neben der Beethovengruppe und der Maiberg GmbH war auch W&S Immobilien GmbH unter den letzten drei.      

 

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