Ochsenfurt

Freistaat fördert Neubau der Ochsenfurter Main-Klinik

Die Ochsenfurter Main-Klinik wird in den nächsten zehn bis zwölf Jahren komplett erneuert. Der Freistaat fördert den ersten Bauabschnitt mit 21,53 Millionen. Foto: Gerhard Meißner

Gute Nachrichten gibt es für die Ochsenfurter Main-Klinik: Die Sanierung des Krankenhauses ist in das Jahreskrankenhausprogramm 2021 aufgenommen, berichtete Verwaltungsleiter Christian Schell am Montag im Kreistag. Das bedeutet, der Neubau des Westflügels wird mit 21,53 Millionen Euro vom Freistaat Bayern gefördert. 

Mitte nächsten Jahres soll damit begonnen werden, den Westflügel des Krankenhauses abzubrechen. Ein U-förmiger Neubau wird entstehen. In diesem werden Krankenzimmer, Labor- und Technikräume untergebracht. Mehr Betten wird es in der Main-Klinik aber nicht geben. Es bleibt bei 140 Planbetten. "Es ändert sich nur der Zuschnitt", sagt Schell. So gibt es keine Vierbettzimmer mehr, sondern nur noch Ein- bis Zweibettzimmer. Auch Isolationszimmer werden geschaffen. Ein Teil der Zimmer wird behindertengerecht gebaut, barrierefrei sind sie alle. 

In den nächsten zehn bis zwölf Jahren wird das Krankenhaus erneuert

Für den ersten Bauabschnitt liegen die Kosten bei geschätzt 27,64 Millionen Euro. Am Landkreis Würzburg werden ungefähr sechs Millionen Euro hängen bleiben. In dieser Summe sind vor allem die Baunebenkosten enthalten, die nicht gefördert werden, erläutert Schell.

Insgesamt wird die Generalsanierung der Ochsenfurter Main-Klinik derzeit auf 89 Millionen Euro geschätzt. Geplant sind drei bis vier Bauabschnitte, so Schell. Ist der neue Flügel gebaut, werde mit der Planung des nächsten Bauabschnittes begonnen. Der Verwaltungsleiter rechnet mit einem Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren, bis das in die Jahre gekommene Krankenhaus komplett erneuert ist. 

Legionellengefahr in den Wasserleitungen

Während des Abbruchs und Neubaus werden die Patienten im nächsten Jahr im ehemaligen Alten- und Pflegeheim Curvita untergebracht. Das Haus steht leer und die vorhandenen Pflegezimmer können ohne großen Aufwand genutzt werden. 

Ursprünglich sollten bei der Ochsenfurter Main-Klinik nur die Wasserleitungen ausgetauscht werden. Bei einer Gefährdungsanalyse vor fünf Jahren wurden zu große Querschnitte im Trinkwassernetz festgestellt und befürchtet, dass sich Legionellen bilden können. Seitdem gibt es Filter an den Duschen, die das ausschließen. Nur die Wasserleitungen auszutauschen ist aber nicht zeitgemäß, sagt Schell. "Vor zwei Wochen hatten wir wieder Abwasser- und Wasserrohrbrüche." Der Südflügel wurde Anfang der 1980er-Jahre gebaut, erklärt der Verwaltungsleiter. "Jetzt sind wir im normalen Zyklus einer Generalsanierung." 

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